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Schadsoftware kommt mit falscher BKA-Mail

Der „BKA-Trojaner“ ist seit Jahren Legende. Tausende sollen bereits mit der Blockade ihres Rechners zur Zahlung eines „Lösegeldes“ erpresst worden sein.

Nun wird das Bundeskriminalamt (BKA) sogar als Absender einer Virenbombe missbraucht. Bislang sehen sich die Behörden außerstande, dem Treiben ein Ende zu bereiten.

Kriminelle verschicken unter dem Namen des BKA erneut gefälschte E-Mail-Nachrichten. Sie versuchen damit, Schadsoftware auf dem Rechner zu installieren, warnt die Behörde. Bei genauem Hinsehen fällt der Trick allerdings auf. Der bislang bekannte Mail-Betreff laute „Vorladungstermin Polizei/BKA“, sagt das BKA. „Die Mail-Adresse erweckt den Eindruck, als käme sie vom Bundeskriminalamt“, so eine Sprecherin. Das sei allerdings nicht der Fall. Der Unterzeichner sei aber kein Mitarbeiter ihrer Behörde.

Als Kontaktformular wird in der E-Mail ein Link angegeben. Beim Klicken auf diesen Link wird der Nutzer auf eine Website geführt, über die versucht wird, Schadsoftware auf dem eigenen System zu installieren.

„Seitens der hiesigen Dienststelle wird ein Sammelverfahren wegen Warenbetruges mittels Internet in mehreren Fällen angestrebt. Aufgrund vergangener Ermittlungen besteht die Vermutung, dass auch Sie den Tätern zum Opfer geworden sein könnten“, heißt es in der gefälschten BKA-Mail. Dann folgt ein Link, bei dessen Anklicken eine Schadsoftware heruntergeladen wird. Diese wird allerdings bereits von einigen Antivirenprodukten erkannt.

„Das Aufkommen gefälschter E-Mails und Internetseiten hält sich seit Jahren auf hohem Niveau“, sagte dazu ein Sprecher des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) der Berliner Morgenpost. Wer bereits auf den Link geklickt hat, sollte sein System mit Antivirensoftware prüfen und gegebenenfalls das Betriebssystem komplett neu installieren, rät das BKA.