Wikileaks

Snowden-Beraterin Harrison hat sich in Berlin eingerichtet

Die Wikileaks-Mitarbeiterin Sarah Harrison, die den Ex-US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden auf seiner Flucht nach Moskau begleitete, hat sich auf ein Leben in Berlin eingerichtet.

„Wir haben hier ein gutes Netzwerk von Leuten, ich kann von hier weiter für Wikileaks arbeiten, und ich habe auch Freunde in der Stadt“, sagte die 31-Jährige dem Magazin „Stern“. In Berlin bekomme sie „ganz normal“ ihr Gehalt von Wikileaks.

Harrison vermutet, dass sie von den britischen Behörden bei einer Rückkehr in ihre Heimat behelligt würde, in Berlin aber sicher ist. Sie gehe davon aus, dass der britische und der US-Geheimdienst ohnehin über ihren Aufenthaltsort informiert seien. „Die Passagierlisten – sie bekommen sie alle.“ Sie habe „kein Telefon“ und sei „gewöhnt, zu checken, ob mich jemand verfolgt – und das zu verhindern“. Scharf kritisierte sie die gesetzlichen Bestimmungen in Großbritannien und das Vorgehen der US-Regierung. Das britische Anti-Terror-Gesetz sei „sehr weit gefasst“ und führe zu einer „Aushebelung des Rechtsstaats“. Ihre eigene Arbeit in Russland sei erledigt, so Harrison. „Ich hatte dafür zu sorgen, dass Snowden ankommt und ein sicherer Ort für ihn gefunden wird.“