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Russische Propaganda

Kreml-TV Die russische Regierung beäugt die prowestlichen Proteste in der Ukraine mit Sorge. Das vom Kreml kontrollierte Fernsehen berichtet unter dem Motto „Eine Revolution ist teuer“ über die Proteste. Die Journalisten stellen die Massenproteste als das Werk gut betuchter Ausländer dar. Der Sender NTV berichtete, viele Protestierende seien von außerhalb angereist. Sie seien „Berufsrevolutionäre, deren Job es ist, Aufruhr zu organisieren“. Der Sender Rossija meldete, die ukrainische Opposition erhalte Geld und Training aus dem Ausland, zum Teil direkt von der US-Botschaft. Rossija führte einen Mann vor, der angab, man habe ihm für seine Teilnahme am Protest Geld versprochen. Das Interview hatte der russische Kanal von Kollegen aus der Ukraine übernommen. Die ungekürzte Version des Interviews hört sich allerdings anders an: Der Mann beschwert sich, nicht bezahlt worden zu sein – doch geht es nicht um die Opposition, sondern um die Teilnahme an einer Demonstration zur Unterstützung des Präsidenten Viktor Janukowitsch.