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Urteil: Bewährungsstrafe für Ex-CDU-Landeschef Böhr ++ Initiative: Union will Bordelle stärker kontrollieren

Bewährungsstrafe für Ex-CDU-Landeschef Böhr

Das Landgericht Mainz hat den früheren rheinland-pfälzischen CDU-Chef Christoph Böhr wegen Untreue zu 22 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. In dem Prozess ging es um illegale Parteienfinanzierung im Landtagswahlkampf 2005/2006. Für die Beratung der CDU war Geld aus der Kasse der Landtagsfraktion geflossen. Die Partei zahlte 2011 deshalb fast 1,2 Millionen Euro Strafe an den Bundestag. Der Hamburger Ex-Finanzsenator Carsten Frigge (CDU) bekam am Dienstag wegen Beihilfe zur Untreue eine Geldstrafe von 30.000 Euro (150 Tagessätze). Böhr hatte Frigge als damaligen Chef der Düsseldorfer Agentur C4 beauftragt, ihn zu beraten.

Union will Bordelle stärker kontrollieren

Um die Lage von Prostituierten in Deutschland zu verbessern, wollen CDU und CSU in der großen Koalition eine Reihe von Neuerungen einführen. Zu den zentralen Punkten, die Unionsfraktionsvize Günter Krings (CDU) und die stellvertretende CSU-Generalsekretärin Dorothee Bär am Dienstag vorstellten, gehören eine stärkere Regulierung der Bordelle und eine bessere Unterstützung der Opfer von Zwangsprostitution. Mit der Liberalisierung des Prostitutionsrechts sei Deutschland „zum Paradies für Freier und zur Vorhölle für viele Prostituierte geworden“, so Krings. Für die Opfer stellte er eine befristete Aufenthaltserlaubnis mit Option auf ein dauerhaftes Bleiberecht in Aussicht.