Verhandlungen

Minimalkompromisse beim Klimagipfel in Warschau

Beim Klimagipfel in Warschau haben die Vertreter aus 194 Staaten nur minimale Fortschritte im Kampf gegen die Erderwärmung erzielt.

Nach einem über 30-stündigen Verhandlungsmarathon verabschiedeten die Delegierten eine Reihe von Beschlüssen, die vielfach als unzureichend kritisiert wurden. Der Fahrplan zu einem Klimaabkommen, das Ende 2015 verabschiedet werden soll, bleibt weiter vage. Die Verhandlungen über den Umgang mit Klimaschäden dauerten Sonnabend allerdings noch an.

Offen blieb in den erzielten Kompromissformeln, bis zu welchem Zeitpunkt die Staaten ihre Zusagen zur Minderung von CO2-Emissionen auf den Tisch legen sollen. Empfohlen ist eine Frist bis Ende März 2015. Die EU hatte gefordert, dass Vorschläge für die Klimaziele bereits bei einem UN-Sondergipfel der Staats- und Regierungschefs im September 2014 vorgelegt werden sollen. Zudem setzten Schwellenländer wie China durch, dass der Grad der rechtlichen Bindung künftiger Ziele offenbleibt.