Weltklimagipfel

Deutschland fällt aus den Top Ten im Klimaschutz-Index

Im internationalen Klimaschutz-Index 2014 ist Deutschland erstmals aus den Top Ten gefallen.

Wie die Umweltorganisationen Germanwatch und Climate Action Network Europe am Montag am Rande des Warschauer Weltklimagipfels mitteilten, rutschte die Bundesrepublik von Platz acht auf Platz 19 und gehöre damit zu den großen Absteigern. Deutschland verliere vor allem wegen seiner Unentschiedenheit bei der Reform des Emissionshandels und wegen seiner Blockade der EU-Richtlinien für spritsparende Autos und Energieeffizienz, hieß es. Das jährliche Ranking will zeigen, wie sehr sich Staaten um Klimaschutz bemühen. Weil nach Ansicht der Aktivisten keines der 58 Länder mit dem größten CO2-Ausstoß genug gegen die Erderwärmung tut, bleiben die ersten drei Listenplätze frei.

Dänemark konnte seinen vierten Platz und damit den besten Rang verteidigen. Großbritannien rückte vom zehnten auf den fünften Platz. Kanada (58) und Australien (57) schnitten unter den Industriestaaten am schlechtesten ab. Dahinter lagen nur noch der Iran (59), Kasachstan (60) und Saudi-Arabien (61). Die beiden größten Emittenten – China und die USA – platzierten sich im unteren Mittelfeld. China verbesserte sich auf Platz 46. Jüngste Daten zeigten einen langsameren Anstieg der Emissionen und eine Entkopplung des CO2-Ausstoßes vom Wirtschaftswachstum. Massive Investitionen in erneuerbare Energien und Kritik an der Kohleverstromung aus der chinesischen Führung nährten die Hoffnung auf eine weitere Verlangsamung des CO2-Anstiegs. Auch in den USA (Rang 43) seien Einschränkungen der Kohleverstromung zu beobachten.

Im Mittelpunkt des Warschauer Treffens steht der Kampf gegen den Klimawandel und seine Folgen.