Japan

Riskante Bergung von Brennstäben in AKW Fukushima beginnt

Zweieinhalb Jahre nach der Atomkatastrophe im japanischen AKW Fukushima hat die riskante Bergung der Brennstäbe begonnen.

Allein in dem am stärksten beschädigten Reaktorblock 4 müssen 400 Tonnen abgebrannte Brennelemente beseitigt werden. Zunächst wurden laut dem Betreiberunternehmen Tepco vier Brennstäbe aus ihrem Container im Abklingbecken isoliert. Sie wurden unter Wasser in einen Spezialbehälter gehoben, der 22 Brennstäbe fasst.

Es werde rund eine Woche dauern, bis der Stahlbehälter gefüllt sei und die Brennstäbe in ein anderes Gebäude gebracht worden seien. Die Entfernung aller Brennstäbe aus dem ersten der vier Reaktoren soll ein Jahr in Anspruch nehmen. Experten zeigen sich aber skeptisch, ob der Zeitplan eingehalten werden kann. Sollten die Brennstäbe bei ihrer Bergung an die Luft kommen oder gar brechen, könnten große Mengen radioaktiver Gase in die Atmosphäre gelangen. Ein Brennstab wiegt rund 300 Kilogramm und ist viereinhalb Meter lang. Sie müssen aus der Atomruine entfernt werden, weil die beschädigte Anlage im Falle eines weiteren Erdbebens leicht einstürzen könnte. Der Abbau der gesamten Atomanlage wird voraussichtlich Jahrzehnte dauern und Milliarden an Dollar verschlingen.