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PolitikNews II

Forderung I: Iran beharrt auf seinen Atomrechten ++ Forderung II: Ehemann will westliche Hilfe für Pussy-Riot-Aktivistin ++ Urteil I: Italien: Gericht spricht Homo-Paar Pflegekind zu ++ : Urteil II: Ex-FBI-Agent wegen Geheimnisverrats verurteilt

Iran beharrt auf seinen Atomrechten

Vor der nächsten Verhandlungsrunde über sein Atomprogramm beharrt der Iran auf der Forderung, auch weiter Uran anreichern zu dürfen. Außenminister Mohammed Dschawad Sarif sagte, die „Atomrechte“ Teherans müssten anerkannt werden. Es gebe keine Chance auf Erfolg, wenn der Westen die Forderung des Iran ignoriere. Die Gespräche mit dem Iran, an denen die USA, Russland, China, Großbritannien, Frankreich und Deutschland teilnehmen, sollen am 20. November in Genf fortgesetzt werden. Am letzten Wochenende war ein Durchbruch misslungen.

Ehemann will westliche Hilfe für Pussy-Riot-Aktivistin

Der Ehemann der inhaftierten russischen Pussy-Riot-Musikerin Nadeschda Tolokonnikowa, Pjotr Wersilow, hofft auf mehr Einsatz westlicher Staaten für seine Frau. Während des Prozesses gegen die Punkband habe es großen internationalen Druck gegeben, unter anderem durch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), sagte Wersilow. Leider habe dieser Druck inzwischen nachgelassen. „Wir würden uns wünschen, dass vor allem Regierungschefs sich zu Wort melden und von der russischen Regierung verlangen, mit ihren Kritikern nicht so umzugehen“, sagte Wersilow. Nadeschda Tolokonnikowa war erst vor wenigen Tagen in ein Straflager nach Sibirien verlegt worden.

Italien: Gericht spricht Homo-Paar Pflegekind zu

Das Jugendgericht im italienischen Bologna hat einem homosexuellen Paar ein dreijähriges Mädchen als Pflegekind zugesprochen. Das Gericht folgte damit nicht der Auffassung der Staatsanwaltschaft. Diese hatte die beiden Männer als ungeeignet für die Betreuung des Mädchens bezeichnet. Während in Italien nur verheiratete heterosexuelle Paare ein Recht auf Adoption haben, können Pflegekinder auch in einer „familienartigen Gemeinschaft“ untergebracht werden. Das italienische Verfassungsgericht hatte überdies im vergangenen Januar entschieden, dass auch homosexuelle Paare Pflegekinder aufnehmen dürfen.

Ex-FBI-Agent wegen Geheimnisverrats verurteilt

Wegen Geheimnisverrats ist ein früherer Sprengstoffexperte des FBI am Donnerstag zu mehr als dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Ex-Agent Donald Sachtleben bekannte sich vor Gericht in Indianapolis schuldig, der Nachrichtenagentur AP als Informant gedient zu haben. Dabei handelte es sich um Enthüllungen zu einem Einsatz der US-Geheimdienste im Jemen im Jahr 2012. Mit seinem Tun habe Sachtleben seinen außerordentlichen Ruf befleckt, erklärte Bezirksrichter William Lawrence. „Sie haben ganz klar Ihr Land verraten“, fügte er hinzu. Sachtleben schwieg vor Gericht zu seinen Motiven.