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Europa: Irland und Spanien lösen sich vom Rettungsschirm ++ Russland: Prozess um den Politkowskaja-Mord vertagt ++ Iran: Atomabkommen scheiterte an Änderungswünschen ++ Libyen: Tripolis will seine Gesetze der Scharia anpassen ++ Italien: Zahl der kirchlichen Eheschließungen sinkt

Irland und Spanien lösen sich vom Rettungsschirm

Irland und Spanien wollen nach dem Auslaufen der Euro-Hilfsprogramme zum Jahresende ohne weitere Sicherheitsnetze auskommen. Beide Staaten wollten auch für Notfälle keine weiteren beantragen, bestätigte Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem am Donnerstagabend. Anders als Irland und Spanien müssen Portugal, Zypern und Griechenland noch Reformen umsetzen und wirtschaftlich wieder auf die Beine kommen, ehe sie das Euro-Rettungsprogramm ebenfalls verlassen können.

Prozess um den Politkowskaja-Mord vertagt

Der seit fast vier Monaten laufende Prozess um die Ermordung der kremlkritischen Journalistin Anna Politkowskaja ist bis Januar vertagt, weil das Gericht andere Geschworene berufen will. Am 14. Januar solle eine neue Jury gebildet werden, teilte das Moskauer Stadtgericht am Donnerstag mit. Grund sei, dass mehrere der zwölf Geschworenen aus gesundheitlichen und beruflichen Gründen um ihre Entlassung gebeten hätten, sagte Richter Pawel Meljochin.

Atomabkommen scheiterte an Änderungswünschen

Eine Einigung bei den jüngsten Atomverhandlungen mit dem Iran ist nach Angaben des russischen Außenministers Sergej Lawrow an kurzfristigen Änderungswünschen an dem Abkommen gescheitert. Teheran habe einen Entwurf der USA bereits akzeptiert, als einer der Verhandlungspartner bei den Gesprächen in Genf noch Änderungen gewünscht habe, sagte Lawrow am Donnerstag während eines Besuchs in Ägypten. Welches Land dafür verantwortlich war, sagte er nicht.

Tripolis will seine Gesetze der Scharia anpassen

Die libysche Regierung will die Gesetze des Landes dem islamischen Recht der Scharia anpassen. Wie aus einem Dokument des Justizministeriums hervorgeht, ist die Einsetzung eines Komitees vorgesehen, um die bestehende Gesetzgebung zu überarbeiten und Änderungen im Einklang mit „den Bestimmungen und Grundregeln des islamischen Rechts“ vorzuschlagen. Islamisten fordern seit Langem die Islamisierung des Rechts in Libyen.

Zahl der kirchlichen Eheschließungen sinkt

In Italien entscheiden sich immer weniger Paare für eine kirchliche Eheschließung. Wie das nationale Statistikamt Istat am Mittwoch in Rom mitteilte, heirateten im Jahr 2012 landesweit 122.297 Paare nach katholischem Ritus, 2146 weniger als im Vorjahr. Das seien 59 Prozent aller Brautpaare. In Italien wird die kirchliche Trauung auch zivilrechtlich anerkannt. Die Zahl der zivilen Eheschließungen stieg im gleichen Zeitraum um 4454 auf 84.841.