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Pulverfass Beamtenpensionen

In der Klemme Die Mini-Zinsen an den Kapitalmärkten bringen den Staat zunehmend in die Klemme. Denn wie private Unternehmen müssen der Bund und die Länder ebenfalls Vorsorge treffen für die Pensionen und Renten ihrer Beamten und Angestellten. Dabei setzen sie auch auf den Kapitalmarkt. Bei den gegenwärtigen Magerrenditen für vergleichsweise sichere Papiere wird das aber immer schwerer. Und ein Ausweichen auf renditeträchtigere, aber riskantere Anlageformen wie Aktien ist nur in Grenzen möglich.

Verpflichtungen Dabei sind die auf die Finanzminister von Bund und Ländern zukommenden Pensionsverpflichtungen gewaltig: In den nächsten zehn Jahren scheidet nach Zahlen des Deutschen Beamtenbundes rund ein Viertel der rund 4,4 Millionen Beamten aus dem aktiven Dienst. Nach Berechnungen des Finanzwissenschaftlers Bernd Raffelhüschen müssen der Bund und die Länder bis 2050 für die Pensionen und Gesundheitskosten ihrer Beamten 1,3 Billionen Euro ausgeben.