Militär

US-Atomwaffen in Deutschland sollen aufgerüstet werden

Einem Bericht zufolge könnten in Deutschland demnächst neuartige US-amerikanische Atomwaffen stationiert werden.

Der „Spiegel“ schreibt über einen Bericht der Nationalen Nuklearen Sicherheitsbehörde an den US-Kongress. Diese behalte sich vor, Waffen mit neuen Fähigkeiten zu bauen. Und das, so der Artikel, könne dazu führen, dass die B-61-Atombomben, die in Deutschland gelagert werden, zu Lenkwaffen umgerüstet werden. Den neuen Plänen zufolge sollen, so der „Spiegel“, ab 2019 erneuerte B61-12-Bomben hergestellt werden. Ein Teil davon solle auch in Deutschland stationiert werden.

Mittlerweile lagern die US-Atomwaffen nur noch an einem einzigen Standort in der Eifel, am Fliegerhorst Büchel. Laut dem Artikel halten Experten vom amerikanischen Forscherverband Union of Concerned Scientists (UCS) die dortigen B-61-Sprengköpfe jedoch für militärisch nutzlos. Modernisierte Waffen könnte vor allem Moskau als Bedrohung ansehen, zumal die USA und Russland im „New Start“-Vertrag weitere atomare Abrüstung vereinbart haben.

Auf Anfragen der SPD und der Grünen in diesem Jahr habe die Bundesregierung mitgeteilt, es gehe bei der Modernisierung nicht darum, „neue Waffen oder neue militärische Fähigkeiten zu schaffen". Dies entspreche den amerikanischen Vorgaben.