Demonstration

Ausschreitungen bei Protesten in Bretagne

Während einer Großkundgebung gegen Massenentlassungen und wachsende Steuerbelastungen ist es in der Bretagne am Wochenende zu schweren Ausschreitungen gekommen.

In der Nähe der von der Polizei abgeriegelten Präfektur warfen Protestierende mit Steinen, Holzpaletten wurden in Brand gesteckt. Die Polizei setzte Tränengas ein. Fünf Personen seien verletzt, drei Demonstranten seien festgenommen worden, berichtete die Präfektur. Nach Angaben der Veranstalter in der Stadt Quimper nahmen mehr als 30.000 Menschen an den Protesten teil. Die Behörden sprachen von mindestens 10.000 Teilnehmern. Als Zeichen des Widerstands trugen viele Menschen rote Mützen, das Symbol der Opposition gegen Steuereintreibungen unter dem absolutistischen König Ludwig XIV. (1638 bis 1715). Es war die zweite Kundgebung in der westfranzösischen Region in zwei Wochen gegen die Regierung François Hollande.