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Schutz vor Überschwemmungen

Verbot In einigen Kommunen und Staaten gibt es Totalverbote von Plastiktüten, so etwa in Frankreich, Papua-Neuguinea, Tansania, drei Bundesstaaten Australiens, Neu-Delhi und San Francisco. Das Verschwinden der Tüten kann existenziell wichtig sein. So hat Bangladesch Kunststofftüten im Jahr 2000 ganz verboten, weil diese während des Monsuns Abwasserkanäle verstopften und so die Gefahr der Überschwemmungen erhöhten. Anderswo versuchen die Parlamente der Tütenflut mit Zwangsabgaben Herr zu werden. In Irland hat eine Steuer von 15 (später 22) Cent dazu geführt, dass

90 Prozent wenigerTüten ausgegeben werden. Geschäfte verkaufen feste Tüten für einen Euro. Die Umweltsteuer genießt eine hohe Akzeptanz.

Alternativen In vielen Staaten, etwa in Neuseeland, England, Deutschland und der Schweiz, ist es nach wie vor üblich, Kunststofftüten in Geschäften kostenlos zu den Produkten auszugeben. Alternativen sind Taschen aus Textilien und biologisch abbaubare Tüten aus Stärke oder Polymilchsäure. Allerdings werden zur Herstellung von deren Rohstoffen landwirtschaftliche Anbauflächen benötigt. Der Energieaufwand ist zudem recht hoch.