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Afrika: Piraten erpressten 306 Millionen Euro Lösegeld ++ Pakistan: Taliban bestimmen nach Drohnenangriff neuen Chef ++ Libanon: Polizei nimmt freigelassene deutsche Geiseln fest ++ Kaffee: Nach Tchibo senken auch Aldi und Norma die Preise

Piraten erpressten 306 Millionen Euro Lösegeld

An Piraten vor der Küste Somalias und am Horn von Afrika sind zwischen 2005 und 2012 bis zu 413 Millionen Dollar (306 Millionen Euro) Lösegeld geflossen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Weltbank, UN und Interpol, die sich auf Aussagen ehemaliger Piraten stützt. Demnach landet das Geld bei den finanzkräftigen Hintermännern, die es zum Teil für kriminelle Machenschaften wie Waffen- und Menschenhandel sowie zur Finanzierung von Milizen nutzen. Die Piraten erhielten nur weniger als 0,1 Prozent des Lösegelds, heißt es in der Studie.

Taliban bestimmen nach Drohnenangriff neuen Chef

Einen Tag nach dem Tod des pakistanischen Taliban-Chefs Hakimullah Mehsud bei einem US-Drohnenangriff haben die Extremisten einen neuen Anführer bestimmt. Khan Said Sajna sei bei einer Ratsversammlung der Tehrik-e-Taliban Pakistan ernannt worden, hieß es. Sajna war Vizechef, seit sein Vorgänger Waliur Rehman Ende Mai bei einem US-Drohnenangriff ums Leben kam. Hakimullah Mehsud und vier weitere getötete Extremisten seien an verschiedenen Orten in den Stammesgebieten beerdigt worden.

Polizei nimmt freigelassene deutsche Geiseln fest

Nach einer kurzen Geiselnahme sind zwei Deutsche im Libanon von ihren Entführern wieder freigelassen, anschließend aber in Polizeigewahrsam genommen worden. Den beiden Männern wird offenbar Drogenhandel vorgeworfen. Am Freitag waren die beiden Deutschen, die auch die libanesische Staatsbürgerschaft haben sollen, verschleppt worden. Die Entführer hätten keine politischen, sondern finanzielle Motive gehabt und 6000 Euro Lösegeld gefordert, sagte ein Sicherheitsbeamter.

Nach Tchibo senken auch Aldi und Norma die Preise

Der rapide Preisverfall auf dem Weltmarkt kommt bei den deutschen Kaffeetrinkern an: Nach Marktführer Tchibo senken jetzt auch die ersten Discounter die Kaffeepreise. Aldi Nord nimmt 20 Cent weniger für das Pfund Kaffee. Die Pad-Preise sinken um den gleichen Betrag. Auch bei Norma gelten um 20 Cent niedrigere Preise je Pfundpackung. Tchibo hatte bereits Anfang Oktober die Preise um bis zu 50 Cent je Pfund verringert. Die Rohkaffeepreise sind nach Angaben der International Coffee Organization in London auf die niedrigsten monatlichen Durchschnittswerte der vergangenen viereinhalb Jahre gefallen.