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USA: Obama empfängt irakischen Regierungschef ++ Griechenland: Zwei Tote vor Büros der Neonazi-Partei in Athen ++ Israel: Bundesregierung mahnt zu Verzicht auf Siedlungsbau ++ Ukraine: Timoschenko wirbt um Unterstützung im Parlament

Obama empfängt irakischen Regierungschef

Unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen hat US-Präsident Barack Obama den irakischen Regierungschef Nuri al-Maliki am Freitag in Washington empfangen. Ziel sei eine verstärkte strategische Zusammenarbeit, hieß es vor dem Treffen. Maliki hielt sich seit Dienstag in Washington auf. Man arbeite eng mit der irakischen Botschaft in den USA zusammen, um das Treffen der beiden Staatschefs möglich zu machen, teilte das US-Außenministerium mit. Mehrere Demonstranten protestierten vor dem Weißen Haus und dem Hotel, in dem Al-Maliki untergebracht war, gegen den Besuch.

Zwei Tote vor Büros der Neonazi-Partei in Athen

Zwei Menschen sind am Freitagabend in Athen vor den Büros der Neonazipartei „Goldene Morgenröte“ in der Athener Vorstadt Irakleion erschossen worden. Der griechische Gesundheitsminister Adonis Georgiadis sagte, dass zwei junge Menschen getötet und ein dritter Mann schwer verletzt wurde. Die Täter hätten mit einer Kalaschnikow geschossen, berichteten Augenzeugen. Die Partei „Goldene Morgenröte“ bestätigte auf ihrer Internetseite, dass zwei Griechen vor den Büros der Partei getötet worden seien. Ein Dritter sei schwer verletzt worden. „Sie waren Mitglieder der Partei“, sagte der Abgeordnete der „Goldenen Morgenröte“, Ilias Panagiotaros.

Bundesregierung mahnt zu Verzicht auf Siedlungsbau

Die Bundesregierung hat Israel aufgefordert, auf den Bau Tausender Siedlerwohnungen in Ostjerusalem und im Westjordanland zu verzichten. Deutschland sei „sehr besorgt über die Pläne“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin. Der Siedlungsbau in den besetzten Gebieten verstoße „gegen internationales Recht“. Es müsse der israelischen Regierung „bewusst sein, dass ein solcher Schritt eine negative Botschaft mit Blick auf die unter US-Vermittlung laufenden Friedensverhandlungen mit den Palästinensern sendet“. Als Teil der Friedensbemühungen hatte Israel in der Nacht zum Mittwoch eine zweite 26-köpfige Gruppe von insgesamt 104 palästinensischen Gefangenen freigelassen.

Timoschenko wirbt um Unterstützung im Parlament

Die inhaftierte ukrainische Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko hat das Parlament in Kiew mit Nachdruck aufgefordert, den Weg für ihre Behandlung in Deutschland frei zu machen. Auch die Opposition um Boxweltmeister Vitali Klitschko müsse einem solchen Gesetz zustimmen, forderte die 52-Jährige in einem am Freitag veröffentlichten Brief. Nach dem Gesetzentwurf sollen ukrainische Häftlinge, die mindestens ein Jahr in einer Klinik verbracht haben, einen Antrag auf Behandlung im Ausland stellen dürfen. Die Abstimmung wird für den 5. November erwartet.