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Frankreich: Islamist nach Abschiebung aus Pakistan angeklagt ++ Japan: Fukushima-Arbeiter stärker verstrahlt als befürchtet ++ Libyen: Muslimbrüder wollen Regierungschef absetzen ++ Syrien: Mörsergranaten nahe Schule eingeschlagen

Islamist nach Abschiebung aus Pakistan angeklagt

Ein mutmaßliches Al-Qaida-Mitglied ist nach seiner Abschiebung aus Pakistan nach Frankreich angeklagt und in Haft genommen worden. Wie am Sonnabend aus Pariser Justizkreisen verlautete, muss sich der Franko-Algerier Naamen Meziche, der Verbindungen zur „Hamburger Zelle“ unterhalten haben soll, wegen „krimineller Verschwörung im Zusammenhang mit einem terroristischen Unternehmen zur Verübung von Straftaten“ verantworten. Beamte des Inlandsgeheimdienstes DCRI hatten Meziche am Dienstag festgenommen.

Fukushima-Arbeiter stärker verstrahlt als befürchtet

Arbeiter am Unglücksreaktor von Fukushima sind vermutlich stärker verstrahlt worden als zunächst berechnet. Die Behörden und der AKW-Betreiber Tepco hätten die Dosis in der ersten Zeit nach der Katastrophe im Frühjahr 2011 womöglich um bis zu 20 Prozent unterschätzt, heißt es in einem UN-Bericht über den am Sonnabend die Zeitung „Asahi Shimbun“ schrieb. Grund dafür sei, dass viele der rund 25.000 Arbeiter mit Zeitverzögerung nach einem Einsatz untersucht worden seien, heißt es in dem UN-Bericht.

Muslimbrüder wollen Regierungschef absetzen

Der politische Arm der Muslimbruderschaft in Libyen hat sich für die Absetzung von Regierungschef Ali Seidan ausgesprochen. Er habe versagt und müsse daher ersetzt werden, sagte der Führer der Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung, Mohammed Sawan. Derzeit suche das Parlament „ernsthaft nach einer Alternative“. So habe das Missmanagement seiner Regierung womöglich zu „unverantwortlichen Aktionen“ von Einzelpersonen geführt. Gemeint war damit offenbar Seidans Verschleppung aus einem Luxushotel in Tripolis am Donnerstagmorgen.

Mörsergranaten nahe Schule eingeschlagen

Bei Mörserangriffen auf ein Viertel in Damaskus ist staatlichen Medienberichten zufolge am Sonnabend ein achtjähriges Kind nahe einer Schule getötet worden. Elf weitere Menschen wurden verletzt, wie die amtliche Nachrichtenagentur Sana berichtete. Der Schauplatz der Angriffe in Abu Rumaneh war nur einige Hundert Meter von einem Hotel entfernt, in dem die internationalen Chemiewaffeninspektoren untergebracht sind. Die Experten sind mit der Sicherung und Zerstörung der syrischen Chemiewaffenbestände betraut.