Konflikt

Fünf ägyptische Soldaten auf dem Sinai getötet

Die Gewaltwelle in Ägypten hat sich am Montag fortgesetzt.

Nach den heftigen Ausschreitungen vom Wochenende kam es landesweit zu Angriffen. Bewaffnete töteten laut Sicherheitskreisen fünf ägyptische Soldaten in der Stadt Ismailia in der Nähe des Suezkanals. Die Männer hätten auf die Soldaten geschossen, als diese an einem Kontrollposten an einer wichtigen Handelsroute in einem Fahrzeug gesessen hätten. Bei einer Explosion in der Nähe eines Staatsgebäudes im Süden der Sinai-Halbinsel starben nach Informationen von Medizinern zwei Menschen, 48 wurden verletzt. In der Hauptstadt Kairo im Stadtteil Maadi feuerten Angreifer raketengetriebene Granaten auf eine staatliche Satellitenstation ab und verletzten dabei zwei Personen. Protestkundgebungen blieben zunächst aus. Am Wochenende waren bei Krawallen zwischen Anhängern und Gegnern des gestürzten islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi 53 Menschen ums Leben gekommen und 271 verwundet worden – die meisten in Kairo. Am Sonntag jährte sich der Angriff auf Israel von 1973.