Amokfahrt

Schießerei vor dem Kapitol nach Verfolgungsjagd in Washington

Mitten im Haushaltsstreit ist die US-Hauptstadt Washington am Donnerstagnachmittag Schauplatz einer kurzen, aber dramatischen Verfolgungsjagd geworden.

Eine Autofahrerin hatte nach Angaben von Augenzeugen und Behördenvertretern mit einem schwarzen Lexus eine Straßenabsperrung vor dem Weißen Haus zu rammen versucht. Daraufhin sei es zu der Verfolgungsjagd gekommen.

Am Kapitol wurde der Wagen schließlich von der Polizei in die Zange genommen, wie Bilder des TV-Senders Fox News zeigten. Vor und zurück manövrierte die Fahrerin, rammte dabei auch ein Polizeiauto, während Beamte mit gezogener Waffe um ihren Wagen standen. Sechs bis zwölf Schüsse wurden aus Handfeuerwaffen abgegeben, so Augenzeuge Frank Schwing.

Die Frau sei getötet worden, sagte am späten Abend der Kongressabgeordnete Michael McCaul. Sie sei offenbar nicht bewaffnet gewesen. Zunächst hatte es geheißen, die Autofahrerin sei festgenommen worden. Sie soll ein Kind bei sich gehabt haben. Es sei in eine Klinik gebracht worden. Einen terroristischen Hintergrund schloss die Polizei zunächst aus. Der gesamte Komplex wurde für eine Stunde abgeriegelt, beide Parlamentskammern stellten ihre Arbeit ein. Am Weißen Haus galten verschärfte Sicherheitsmaßnahmen. FBI-Agenten waren vor Ort.