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In Kürze II

Gesundheit: Mehr Geld für niedergelassene Ärzte ++ Italien: Napolitano weist Berlusconi-Partei zurecht ++ Naher Osten: Israel und Palästinenser vertiefen Friedensgespräche ++ Russland: Lech-Walesa-Preis für Kremlkritiker Chodorkowski ++ Kenia: Drei Tote und neun Verletzte bei neuen Anschlägen

Mehr Geld für niedergelassene Ärzte

Die rund 150.000 Kassenärzte und Psychotherapeuten in Deutschland sollen kommendes Jahr zwischen 590 und 800Millionen Euro mehr verdienen. Darauf einigten sich die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der Spitzenverband der Krankenkassen, sagte KBV-Sprecher Roland Stahl am Donnerstag in Berlin. Die Entscheidung kam im Erweiterten Bewertungsausschuss zustande. In dem Gremium sitzen neben dem Vorsitzenden Jürgen Wasem noch zwei unparteiische Mitglieder sowie die Vertreter der Ärzte und Kassen. Rechnerisch bedeutet die Summe ein Plus von 3900 und 5300 Euro pro Person.

Napolitano weist Berlusconi-Partei zurecht

Scharf hat der italienische Präsident Giorgio Napolitano am Donnerstag Abgeordnete der Partei von Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi zurechtgewiesen. Anlass ist die angebliche Drohung, dass die Abgeordneten der gegenwärtigen Regierungskoalition in großer Zahl zurücktreten, wenn der wegen Steuerhinterziehung verurteilte Berlusconi aus dem Parlament ausgeschlossen würde. Napolitano warf den Abgeordneten vor zu versuchen, ihn unter Druck zu setzen, damit er Neuwahlen ansetze. Der Senat soll in der kommenden Woche darüber abstimmen, ob Berlusconi seinen Posten als Senator verliert.

Israel und Palästinenser vertiefen Friedensgespräche

Israel und die Palästinenser wollen nach den Worten von US-Außenminister John Kerry ihre Ende Juli begonnenen Friedensgespräche intensiver gestalten. Ziel dieser Gespräche bleibe ein umfassender Friedensvertrag, betonte Kerry am Mittwoch bei einem Treffen der Ad-hoc-Verbindungskommission für die Palästinensergebiete in New York. Alle wichtigen Teile eines endgültigen Friedensabkommens wie Territorium, Sicherheit, Flüchtlinge und Jerusalem würden erörtert, fügte Kerry bei dem Treffen hinzu. Dabei ging es auch um Fragen des wirtschaftlichen Aufbaus in den Palästinensergebieten.

Lech-Walesa-Preis für Kremlkritiker Chodorkowski

Der seit fast zehn Jahren inhaftierte russische Kremlkritiker Michail Chodorkowski, 50, erhält in diesem Jahr den polnischen Lech-Walesa-Preis. Da Chodorkowski die Auszeichnung nicht persönlich entgegennehmen kann, reist sein Sohn Pawel am Sonntag zur Preisverleihung nach Danzig, wie die Jury am Donnerstag mitteilte. Mit dem 75.000 Euro dotierten Preis würdigt die Lech-Walesa-Stiftung Menschen, die sich für eine bessere Zukunft, Freiheit und Solidarität einsetzen. Chodorkowski ist ein Gegner des Kreml-Chefs Wladimir Putin und wurde wegen angeblicher Steuerhinterziehung zu Lagerhaft verurteilt.

Drei Tote und neun Verletzte bei neuen Anschlägen

Kenia bleibt auch nach dem Ende des Terrordramas in Nairobi Angriffsziel somalischer Islamisten: Bei zwei Anschlägen im nordöstlichen Grenzgebiet wurden am Mittwochabend und am Donnerstag drei Menschen getötet und neun weitere Personen verletzt. Schwer bewaffnete Männer töteten am frühen Donnerstagmorgen in der Stadt Mandera mit Handgranaten zwei Polizisten und verletzten vier Zivilisten. Bei einem Anschlag auf einen Markt im Grenzort Wajir kam ein Mensch ums Leben, fünf weitere wurden verletzt. Am späten Mittwochabend hatten Unbekannte Handgranaten auf dem Markt gezündet.