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Russland: Pussy-Riot-Mitglied in Einzelhaft verlegt ++ USA: EU stellt wegen NSA-Affäre Swift-Abkommen infrage ++ Türkei: Präsident ist „stolz“ auf Beginn der Gezi-Proteste ++ Ägypten: Muslimbrüder wehren sich gegen Verbot

Pussy-Riot-Mitglied in Einzelhaft verlegt

Nadeschda Tolokonnikowa, 23, von der russischen Punkband Pussy Riot ist nach angeblichen Drohungen von Beamten und Mitgefangenen im Straflager an einen „sicheren Ort“ verlegt worden. Die Kritikerin von Kremlchef Wladimir Putin befinde sich nun in Einzelhaft, sagte der Menschenrechtler Gennadi Morosow. Tolokonnikowa hatte einen Hungerstreik angekündigt. Sie protestierte damit auch gegen extreme Zwangsarbeit.

EU stellt wegen NSA-Affäre Swift-Abkommen infrage

Im Streit mit den USA über das Ausspionieren von Bankdaten europäischer Bürger droht die EU-Kommission mit dem Aussetzen des Swift-Abkommens. Der Swift-Vertrag erlaubt US-Terrorfahndern seit 2010 den gezielten Zugriff auf die Kontobewegungen von Verdächtigen in der EU – allerdings nur unter engen Auflagen für den Datenschutz und den Schutz der Privatsphäre.

Präsident ist „stolz“ auf Beginn der Gezi-Proteste

Der türkische Staatspräsident Abdullah Gül ist nach eigenen Worten „stolz“ auf die Anfänge der Proteste im Istanbuler Gezi-Park im Juni. Es sei damals um Umweltfragen und um die Gestaltung der Stadt gegangen, sagte Gül. Solche Probleme bewegten die Menschen in allen entwickelten Staaten. Der Staatspräsident grenzte sich damit klar von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan ab. Proteste gegen ein Bauprojekt hatten im Juni landesweite Unruhen ausgelöst.

Muslimbrüder wehren sich gegen Verbot

Die ägyptische Muslimbruderschaft will sich gegen das Verbot ihrer Bewegung zur Wehr setzen. In der Nacht zum Dienstag demonstrierten Anhänger der Islamisten in mehreren Städten gegen den Gerichtsbeschluss, der den Muslimbrüdern jegliche Aktivitäten verbietet. In Kairo wurde ein Muslimbruder von Anwohnern, die den Demonstrationszug attackierten, erschossen.