Verbraucherschutz

Bundesnetzagentur geht gegen Erotikanbieter vor

Die Bundesnetzagentur geht gegen zwei Unternehmen wegen rechtswidriger Telefon-Warteschleifen vor.

Die beiden Unternehmen hätten bei ihren Sonderrufnummern gegen des Verbot kostenpflichtiger Warteschleifen verstoßen, das seit Juni gilt, teilte die Regulierungsbehörde am Freitag in Bonn mit. Bei den Unternehmen handle es sich um eine Textilfirma mit der Sondernummer 01805/003785 und einen Telefonerotikanbieter mit der Kurzwahlnummer 22288.

Den Unternehmen sei es verboten worden, Kunden die in den Warteschleifen verbrachte Zeit in Rechnung zu stellen und die Forderungen einzutreiben, teilte die Netzagentur mit. Die Unternehmen dürften von betroffenen Verbrauchern seit Anfang Juni angefallene Beträge nicht einfordern. Bereits gezahlte Beträge müssten Verbraucher von den Firmen direkt zurückfordern, nötigenfalls mit einem Anwalt oder mithilfe von Verbraucherzentralen.

Seit dem 1. Juni sind kostenpflichtige Warteschleifen in Deutschland bei Sonderrufnummern verboten. Eine Ausnahme ist, wenn am Anfang des Gesprächs ein Festpreis für das Telefonat angesagt wird. Ob die Warteschleife kostenfrei ist oder ob für das Gespräch ein Festpreis gilt, muss zu Beginn des Gesprächs angesagt werden. Seit Inkrafttreten des Gesetzes sind bei der Netzagentur 148 Beschwerden zu Warteschleifen eingegangen, 93 Ermittlungsverfahren wurden demnach eingeleitet.