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In Kürze

NS-Prozess: 92-Jähriger weist Vorwürfe zurück ++ Schleswig-Holstein: Kieler Regierung gerettet – SSW behält Sonderstatus ++ Pädophilie: Kinderschutzbund will aufklären

92-Jähriger weist Vorwürfe zurück

Im Hagener NS-Prozess hat der Angeklagte jede Mitwirkung an der Erschießung eines niederländischen Widerstandskämpfers bestritten. Bislang hatte der 92-jährige Siert Bruins zu den Vorwürfen, an der Ermordung des Gefangenen im Zweiten Weltkrieg zumindest beteiligt gewesen zu sein, geschwiegen. Am Freitag ließ Bruins über seinen Anwalt erklären, allein sein inzwischen verstorbener Kollege habe auf den Mann geschossen. Zwar sei er am Tatort gewesen, ob es sich bei dem Gefangenen um den Widerstandskämpfer Klaas Aldert Dijkema gehandelt habe, habe er jedoch in der Dunkelheit nicht erkennen können.

Kieler Regierung gerettet – SSW behält Sonderstatus

Das Ergebnis der Landtagswahl vom Mai 2012 in Schleswig-Holstein ist rechtens. Das Landesverfassungsgericht bestätigte am Freitag die Sonderstellung der Partei der dänischen Minderheit, SSW, und die Fünfprozenthürde. Die Verfassungsrichter in Schleswig wiesen damit Klagen gegen das Ergebnis der Landtagswahl vom Mai 2012 zurück. Vertreter der Jungen Union hatten mit den Wahlprüfungsbeschwerden die Ein-Stimmen-Regierungsmehrheit von SPD, Grünen und SSW kippen wollen.

Kinderschutzbund will aufklären

Jetzt muss sich auch der Deutsche Kinderschutzbund (DKSB) mit Vorwürfen wegen Pädophilie in den eigenen Reihen auseinandersetzen. DKSB-Präsident Heinz Hilgers kündigte eine lückenlose und unabhängige Aufarbeitung der Vorwürfe an. Ebenso wie die Grünen beauftragte der Kinderschutzbund das Institut für Demokratieforschung der Universität Göttingen unter Professor Franz Walter, „eine unabhängige Untersuchung der Einflüsse pädophiler Netzwerke und Akteure auf den Deutschen Kinderschutzbund und andere soziale Bewegungen durchzuführen und diese offenzulegen“.