Meldungen

PolitikNews

Irak: 30 Tote nach Terroranschlag bei ökumenischem Gebet ++ Europäische Union: Litauen will EU-Beitritt Serbiens verhandeln ++ Süd-Süd-Migration: Jeder dritte Migrant wandert zwischen armen Ländern

30 Tote nach Terroranschlag bei ökumenischem Gebet

Terroristen haben in einer irakischen Moschee 30 Muslime getötet, die an einem ökumenischen Gebet von Schiiten und Sunniten teilnahmen. Während des gemeinsamen Freitagsgebets in der Abu-al-Kasem-Moschee in Bakuba explodierte nach Angaben von Augenzeugen ein Sprengsatz. Die Polizei zählte 35 Verletzte. Andernorts in Bakuba töteten Unbekannte mit einer schallgedämpften Schusswaffe den sunnitischen Prediger Schauki al-Duleimi. Gemeinsame Gebete von Sunniten und Schiiten sind im Irak selten.

Litauen will EU-Beitritt Serbiens verhandeln

Die litauische EU-Ratspräsidentschaft will die Beitrittsverhandlungen mit Serbien vorantreiben und den Beschluss eines Mandats für den Start der Gespräche erreichen. Dies sei eine der wichtigsten Aufgaben im Bereich der EU-Erweiterung, sagte Außenminister Linas Linkevicius nach einem Treffen mit der serbischen Chefunterhändlerin Tanja Miscevic. Die Europäische Union hatte sich im Juni zu Gesprächen mit Belgrad über einen Beitritt bereiterklärt. Belgrad muss davor seinen Verpflichtungen aus den Absprachen mit dem Nachbarstaat Kosovo nachkommen.

Jeder dritte Migrant wandert zwischen armen Ländern

Bei den Zuwanderer-Strömen auf der Welt liegt die Route vom Süden in den Norden an der Spitze, die Wanderungsbewegung auf der Südhalbkugel folgt knapp dahinter: Jeder dritte Migrant zwischen 2009 und 2011 wanderte von einem Entwicklungsland in ein anderes, wie die Internationale Organisation für Migration (IOM) in ihrem Jahresbericht 2013 mitteilte. Viele der Süd-Süd-Wanderer flüchteten vor Konflikten, Unterdrückung und Not, erklärte die IOM. Sie müssten mit den Bürgern ihrer Gastländer um knappe Ressourcen konkurrieren. Die größten Wanderungsbewegungen gab es zwischen armen und reichen Staaten.