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Großbritannien: „Guardian“: USA geben NSA-Material an Israel ++ Katar: Al-Dschasira klagt vor den UN gegen Ägypten ++ Nordkorea: Pjönjang fährt uralten Atomreaktor wieder hoch ++ Spanien: Madrid zum Dialog mit Katalonien bereit ++ Italien: Abstimmung über Berlusconis Zukunft

„Guardian“: USA geben NSA-Material an Israel

Auch Israel profitiert einem Medienbericht zufolge von den weltweiten Spionageaktivitäten des US-Geheimdienstes NSA. Dieser leite routinemäßig Inhalte aus abgefangener Kommunikation an den israelischen Geheimdienst weiter, berichtete die britische Zeitung „The Guardian“ am Donnerstag unter Berufung auf Dokumente des früheren NSA-Mitarbeiters Edward Snowden. Betroffen seien Informationen aus E-Mails, mitgeschnittenen Telefonaten, Telefaxen und anderen Kommunikationsformen.

Al-Dschasira klagt vor den UN gegen Ägypten

Nach dem Sendeverbot für al-Dschasira-Ägypten will der katarische Fernsehsender Klage gegen die Regierung in Kairo erheben. Die ägyptische Führung wolle den Sender mundtot machen, erklärte al-Dschasira am Donnerstag. Der Sender rief die Vereinten Nationen auf, sich für Meinungs- und Pressefreiheit in dem Land einzusetzen. Al-Dschasira wird von Katar großzügig mitfinanziert. Der Sender gilt als Unterstützer der Muslimbruderschaft des gestürzten Präsidenten Mohammed Mursi.

Pjönjang fährt uralten Atomreaktor wieder hoch

Nordkorea fährt einen jahrzehntealten Atomreaktor zur Produktion von Plutonium wieder hoch. Auf Satellitenbildern vom 31. August sei zu sehen, wie weißer Dampf aus einem Gebäude neben dem Reaktor Yongbyon aufsteige, teilte das US-Korea-Institut der Johns-Hopkins-Universität mit, der US-Sondergesandte Glyn Davies sprach am Donnerstag von einer „sehr ernsten Angelegenheit“. Russische Diplomaten warnten vor dem „albtraumhaften“ Zustand der Anlage.

Madrid zum Dialog mit Katalonien bereit

Nach der Massenkundgebung in Katalonien für die Unabhängigkeit der Region hat die spanische Regierung Dialogbereitschaft geäußert. „Wir sind bereit, alle anzuhören“, sagte Vizeregierungschefin Soraya Sáenz de Santamaría am Donnerstag. „Dazu gehört aber auch die schweigende Mehrheit.“ Madrid wolle im Dialog mit der katalanischen Regionalregierung nach einer Lösung auf der Grundlage der spanischen Verfassung suchen.

Abstimmung über Berlusconis Zukunft

Die Entscheidung über die politische Zukunft Silvio Berlusconis soll am kommenden Mittwoch im italienischen Senat fallen. Der Immunitätsausschuss der Kammer einigte sich am Donnerstag in Rom nach tagelangem Streit auf den 18. September. Grundlage für die Debatte im Senatsausschuss ist ein Gesetz, wonach rechtskräftig verurteilte Parlamentarier ihr Mandat abgeben müssen. Der 76-jährige Berlusconi war im August wegen Steuerbetrugs zu vier Jahren Haft verurteilt worden, wovon ihm jedoch drei erlassen werden.