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Steinbrücks Fingerzeig

Provokante Pose So hat man Peer Steinbrück noch nicht gesehen. Den Stinkefinger hält der SPD-Kanzlerkandidat den Lesern des Magazins der „Süddeutschen Zeitung“ entgegen. Das dortige „Interview ohne Worte“ hat Steinbrück vor etwa vier Wochen gewährt. Der ausgestreckte Mittelfinger – über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten – ist Steinbrücks Antwort auf die Frage: „Pannen-Peer, Problem-Peer, Peerlusconi – um nette Spitznamen müssen Sie sich keine Sorgen machen, oder?“

Freigabe Sein Sprecher wollte das Foto offenbar nicht freigeben, das tat dann Steinbrück selbst. Ob er damit seinem Ansinnen, über politische Themen reden zu wollen, einen Gefallen getan hat, darf bezweifelt werden.

„Kapitaler Fehler“ Der Kommunikationsberater und ehemalige Sprecher der hessischen Landesregierung, Dirk Metz, hält das Stinkefingerbild für einen kapitalen Fehler des Kandidaten. „Steinbrück beendet seinen Wahlkampf, wie er ihn begonnen hat: katastrophal, eines Kandidaten nicht würdig.“