Urteil

Zehn Jahre Lagerhaft für geplanten Überfall auf Präsident Putin

Weil er vor der russischen Präsidentenwahl 2012 einen Anschlag auf Wladimir Putin geplant haben soll, hat ein Moskauer Gericht einen Mann zu zehn Jahren Straflager verurteilt.

Der Prozess am Moskauer Stadtgericht sei hinter verschlossen Türen ohne Präsentation von Beweisen oder Zeugen beendet worden. Der Verurteilte soll mit zwei Komplizen geplant haben, Putin vor der Wahl mit einem mit Sprengstoff gefüllten Auto in die Luft zu sprengen. Der gesamte Fall galt als undurchsichtig.

Der Staatsapparat hatte zurückgewiesen, dass es sich hier um eine Geheimdienstposse handele, um Putin einen Popularitätsschub vor der Abstimmung zu verschaffen. Unklar war aber etwa, warum nicht zuerst Ermittler den geplanten Anschlag öffentlich machten, sondern das Staatsfernsehen – mit vielen Bildern im Februar 2012. Das Gericht gab den Namen des Verurteilten auf seiner Internetseite mit Ilja Pjansin an.