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Drohung: Nawalny sagt Moskauer Bürgermeister den Kampf an ++ Auszeichnung: 16-Jährige ist Favoritin für Friedensnobelpreis ++ Ernennung: Botschafts-Geiselnehmerin wird Irans Vizepräsidentin ++ Initiative: Saudi-Arabien geht gegen Terrorismus im Netz vor ++ Zusage: Pakistan will inhaftierten Taliban-Vizechef freilassen

Nawalny sagt Moskauer Bürgermeister den Kampf an

Nach der Bürgermeisterwahl in der russischen Hauptstadt Moskau hat der Oppositionskandidat Alexej Nawalny am Dienstag angekündigt, den alten und neuen Bürgermeister Sergej Sobjanin werde „sein Sieg teuer zu stehen kommen“. Er verfüge über Unterlagen und Beweise, wonach die Wahl am Sonntag gefälscht worden sei. Deshalb müsse eine zweite Runde stattfinden. Zuvor hatte die Wahlkommission das Endergebnis der Wahl bestätigt. Der 37-jährige Anwalt und Blogger fordert von der Kommission eine von ihr abgelehnte teilweise Nachzählung der Stimmen.

16-Jährige ist Favoritin für Friedensnobelpreis

Ein junges Mädchen zählt in diesem Jahr zu den Favoriten für den Friedensnobelpreis. Einen Monat vor der Bekanntgabe der Auszeichnung wird die 16-jährige Pakistanerin Malala Yousafzai als aussichtsreiche Kandidatin gehandelt. Sie setzt sich für Bildung für Mädchen ein und überlebte einen Anschlag der radikal-islamischen Taliban. Gute Chancen werden auch dem früheren US-Präsidenten Bill Clinton, dem Wikileaks-Informanten Bradley Manning und der afghanischen Menschenrechtlerin Sima Samar eingeräumt. Der Friedensnobelpreis wird am 10. Dezember verliehen.

Botschafts-Geiselnehmerin wird Irans Vizepräsidentin

Der iranische Präsident Hassan Ruhani hat eine Frau mit einer tragenden Rolle bei der Geiselnahme in der US-Botschaft 1979 in die Gruppe seiner Stellvertreter aufgenommen. Masoomeh Ebtekar war eine Sprecherin der Geiselnehmer, die sich damals 444 Tage lang in der Botschaft verschanzt hatten. Im Iran ist Ebtekar als Umweltexpertin bekannt. Sie spricht fließend Englisch, saß im Stadtrat der Hauptstadt Teheran und diente bereits dem früheren Präsidenten Mohammed Khatami von 1997 bis 2005 als Stellvertreterin.

Saudi-Arabien geht gegen Terrorismus im Netz vor

Saudi-Arabien stellt die Verbreitung terroristischen Gedankenguts im Internet unter Strafe. Der Ministerrat billigte die „vereinheitlichte Gesetzgebung gegen Cyberkriminalität“, die von den Golfstaaten im Dezember verabschiedet worden war. Verboten sind das Erstellen von Internetseiten und die Verbreitung von Informationen, die dem Kontakt von Terrorgruppen, der Verbreitung ihrer Botschaften und ihrer Finanzierung dienen. Bestraft werde weiter „die Verbreitung von Gedankengut, das die öffentliche Ordnung oder Moral gefährden könnte“.

Pakistan will inhaftierten Taliban-Vizechef freilassen

Die pakistanische Regierung will den früheren Vizechef der afghanischen Taliban freilassen und damit eine Forderung der afghanischen Regierung erfüllen. Mullah Abdul Ghani Baradar werde aber in Pakistan bleiben und nicht an Afghanistan überstellt werden, sagte der Nationale Sicherheits- und außenpolitische Berater, Sartaj Asis, in Islamabad. „Der Zeitpunkt der Freilassung steht nicht fest.“ Sie könnte aber noch in diesem Monat erfolgen. Bis zu seiner Festnahme Anfang 2010 in Karatchi war Baradar der Stellvertreter von Taliban-Chef Mullah Mohammed Omar.