Bilanz

Länder melden 6,7 Milliarden Euro Hochwasser-Schäden

Die Hochwasserkatastrophe im Sommer hat in den betroffenen Bundesländern nach jetzigem Stand Schäden in Höhe von 6,7 Milliarden Euro verursacht.

Das geht aus dem Bericht zur Flutkatastrophe hervor, den das Bundesinnenministerium am Mittwoch im Kabinett vorlegte. Die höchsten Schäden meldete Sachsen-Anhalt (2,7 Milliarden Euro), gefolgt von Sachsen (1,9 Milliarden) und Bayern (1,3 Milliarden). Brandenburg meldete Schäden von 92 Millionen Euro. An der Infrastruktur des Bundes – wie Autobahnen oder Schienennetz – entstanden nach bisheriger Berechnung Schäden in Höhe von rund 1,3Milliarden Euro.

In der Summe sind die Schäden von Privatleuten ebenso enthalten wie die von Unternehmen und Betrieben sowie Schäden an staatlicher Infrastruktur. Bund und Länder haben zur Beseitigung der Schäden und für den Wiederaufbau einen Hilfsfonds mit acht Milliarden Euro aufgelegt. Der Bund finanziert den Fonds vor. Außerdem stellte die Bundesregierung den Ländern fast 460 Millionen Euro Soforthilfe zur Verfügung. Die Flut übertraf in ihren Ausmaßen noch das schwere Hochwasser von 2002.