Meldungen

In Kürze

Kita-Plätze: Bisher klagen nur wenige Eltern ++ Arbeitsmarkt: Immer mehr Jobsuchende aus Krisenländern ++ Union: Erzbischof fordert eine neue Idee für Europa

Bisher klagen nur wenige Eltern

Der seit knapp einem Monat bestehende Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz hat offenbar noch keine Klagewelle ausgelöst. Er schätze die Zahl der Klagen bundesweit auf „nicht mehr als 50“, sagte der Geschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds, Gerd Landsberg. Das Verwaltungsgericht in Frankfurt am Main lehnte unterdessen den Eilantrag eines Elternpaares ab. Das Paar hatte seit Dezember für seinen anderthalbjährigen Sohn einen Kita-Platz gesucht. Allerdings hatte es ein Angebot mit der Begründung abgelehnt, dass die Kita nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln und in einer halben Stunde Fahrzeit zu erreichen sei. Ein solcher Weg sei durchaus zumutbar, erklärte das Gericht. (Az.: 7 L 2889/13.F)

Immer mehr Jobsuchende aus Krisenländern

Immer mehr Menschen aus Euro-Krisenländern arbeiten in Deutschland. Wie die „Bild“-Zeitung unter Berufung auf Daten der Bundesagentur für Arbeit (BA) berichtete, waren Ende Juni insgesamt 491.000 Griechen, Italiener, Spanier und Portugiesen hierzulande sozialversicherungspflichtig beschäftigt oder verfügten über einen Minijob. Das waren demnach acht Prozent mehr als ein Jahr zuvor und sogar 25 Prozent mehr als Anfang 2011. Hintergrund der Zuwanderung ist die Massenarbeitslosigkeit in den südeuropäischen Ländern, von der vor allem jüngere Menschen stark betroffen sind. In diesem Zusammenhang stieg laut „Bild“-Zeitung allerdings auch die Zahl in Deutschland lebender Hartz-IV-Empfänger aus den Euro-Krisenstaaten.

Erzbischof fordert eine neue Idee für Europa

Kardinal Reinhard Marx fordert eine neue Fortschrittsidee für Europa. Es müsse um mehr gehen als nur um die Verteidigung des Wohlstands, sagte der Münchner Erzbischof zum Abschluss des Internationalen Kongresses Renovabis in Freising laut einer Mitteilung vom Freitagabend. Schattenseiten, wie etwa die eines ungezügelten Finanzkapitalismus, dürften nicht übersehen werden.

Für die Christen sei es als „Protagonisten der Freiheit“ wichtig, sich mit der Vielfalt der modernen Welt auseinanderzusetzen. „Europa heißt Öffnung“, unterstrich der Kardinal. Die Solidaritätsaktion Renovabis der deutschen Katholiken befasste sich in diesem Jahr mit den politischen Umbrüchen seit 1989/1990.