Meldungen

PolitikNews

Nigeria: 38 Tote bei mutmaßlichen Angriffen von Islamisten ++ Ukraine: Femen-Gründerinnen fliehen aus ihrer Heimat ++ Großbritannien: Cameron will nach Schlappe sein Kabinett umbilden ++ Vatikan: Papst Franziskus beruft neuen „Regierungschef"

38 Tote bei mutmaßlichen Angriffen von Islamisten

Bei zwei Angriffen mutmaßlicher Kämpfer der islamistischen Boko-Haram-Sekte sind im Nordosten Nigerias offenbar mindestens 38 Menschen getötet worden. Bewaffnete seien in ein Dorf im Bundesstaat Borno eingedrungen und hätten zwei Mitglieder eines Nomadenvolkes getötet, so ein Vertreter der Ortschaft Damboa. Bei einem Gegenangriff seien weitere zwölf Nomaden getötet worden. Bei einem weiteren Angriff im Wald von Monguno hätten als Soldaten verkleidete Boko-Haram-Kämpfer 24 Mitglieder einer Miliz getötet.

Femen-Gründerinnen fliehen aus ihrer Heimat

Aus Furcht vor Repressalien haben drei Gründerinnen der Feministinnen-Gruppe Femen die Ukraine verlassen. Alexandra Schewtschenko, Anna Huzol und Jana Idanowa seien „aus Angst um ihr Leben und ihre Freiheit“ außer Landes „geflohen“, teilte die Gruppe auf ihrer Web-Seite mit. Auslöser für die Flucht war demnach eine polizeiliche Vorladung zur Zeugenbefragung. Am Dienstag waren laut Polizei in dem Büro eine Pistole und eine Granate gefunden worden. Femen vermutet, dass die Waffen der Gruppe untergeschoben wurden.

Cameron will nach Schlappe sein Kabinett umbilden

Nachdem das Votum über einen Militäreinsatz gegen Syrien auch an schlechter Organisation und mangelnder Parteidisziplin gescheitert sei, plane Regierungschef David Cameron eine Kabinettsumbildung, schreibt die Zeitung „Daily Telegraph“. Demnach sollen gleich mehrere Minister den Hut nehmen. Darunter sei auch der für Fraktionsdisziplin verantwortliche Minister mit Sonderaufgaben, George Young, berichtete die Zeitung „Independent“. Er hätte dafür sorgen müssen, dass konservative Parlamentarier die Vorlage der Regierung in ausreichender Zahl unterstützen.

Papst Franziskus beruft neuen „Regierungschef"

Der italienische Erzbischof und Vatikan-Diplomat Pietro Parolin wird neuer Kardinalstaatssekretär des Vatikans. Papst Franziskus habe sich für den 58-Jährigen als Nachfolger für Kardinal Tarcisio Bertone (78) entschieden, teilte der Vatikan mit. Dessen Amtszeit endet am 15. Oktober. Der Staatssekretär wird auch als Regierungschef im Vatikan bezeichnet. Franziskus bestätigte weitere Mitarbeiter der Kurie, darunter den Deutschen Georg Gänswein als Präfekten des päpstlichen Haushalts.