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USA: Todesstrafe für den Amokschützen von Fort Hood ++ Frankreich: Bürger können sich online über Polizisten beschweren ++ Tansania: Tausende Kinder arbeiten in den Goldminen ++ Iran: Klage gegen die USA in Vorbereitung

Todesstrafe für den Amokschützen von Fort Hood

Nach seinem Amoklauf mit 13 Toten auf dem texanischen Stützpunkt Fort Hood vor vier Jahren ist der US-Militärpsychiater Nidal Hasan zum Tode verurteilt worden. Dafür habe sich die Militärjury nach relativ kurzer Beratung ausgesprochen,. Hasan war vor kanpp zwei Wochen des 13-fachen vorsätzlichen Mordes und Mordversuchs in 32 Fällen schuldig gesprochen worden. Er hatte sich in dem Prozess selbst verteidigt, aber keine entlasteten Aussagen gemacht oder Zeugen aufgerufen. Es wäre das erste Mal seit 1961, dass ein aktiver US-Soldat hingerichtet wird.

Bürger können sich online über Polizisten beschweren

Franzosen können sich künftig mit Beschwerden über die Polizei direkt über die Internetseite des Innenministeriums melden. Das Portal soll im September freigeschaltet werden. Die Polizeigewerkschaft Alliance Police nationale befürchtet dem Magazin „L’Express“ zufolge eine „Stigmatisierung der Polizei“ und „Zeitverschwendung für die Ermittler“. Mitte August hatte ein Video im Internet für öffentlichen Unmut gesorgt. Darin ist zu sehen, wie Polizisten in einem Vorort von Tours mit Schlagstöcken und Tränengas gegen eine Frau vorgehen.

Tausende Kinder arbeiten in den Goldminen

In Tansanias Goldminen werden einem Bericht zufolge Tausende Kinder als Arbeiter missbraucht. Sie riskieren dabei nicht nur schwere Gesundheitsschäden, sondern oftmals auch ihr Leben. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW). Für den Report hat HRW 200 Arbeiter in elf Minen interviewt, darunter 61 Kinder. Unter anderem komme es immer wieder zu Verletzungen durch einstürzende Schächte und zu schweren Langzeitfolgen durch das ständige Einatmen von Staub und giftigem Quecksilber.

Klage gegen die USA in Vorbereitung

60 Jahre nach einem Staatsstreich im Iran hat das Parlament den Weg für Ermittlungen gegen die USA frei gemacht. Der Geheimdienst CIA gilt als Drahtzieher des Sturzes von Ministerpräsident Mohammed Mossadegh 1953, wie Dokumente zeigen, die lange als geheim eingestuft worden waren. Dem will der Iran nun nachgehen und rechtliche Schritte gegen die USA prüfen. Nach dem Staatsstreich 1953 übernahm mit Mohammed Resa Pahlawi die zuvor abgesetzte Familie des Schahs von Persien wieder die Macht im Iran. Mit der Revolution von 1979 wurde der Schah gestürzt.