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In Kürze I

Gedenktafel: Todesdatum von NSU-Opfer korrigiert ++ Neuordnung: Kurt Beck begrüßt eine Fusion der Länder ++ Umfrage: Hauchdünne Mehrheit für Union und FDP

Todesdatum von NSU-Opfer korrigiert

Die Stadt Nürnberg hat einen peinlichen Fehler am Mahnmal für die Opfer der NSU-Terrorzelle korrigiert. Am Donnerstagabend wurde die Gedenkplatte mit den Namen aller NSU-Opfer ausgetauscht. Die neue Metalltafel habe nun den korrekten Todestag des in Nürnberg getöteten Imbissbetreibers Ismail Yasar, teilte die Leiterin des Nürnberger Menschenrechtsbüro, Martina Mittenhuber. Auf der alten Stahlplatte war irrtümlich der 5. Juni 2005 als Todestag eingraviert; tatsächlich war Yasar aber am 9. Juni 2005 erschossen worden.

Kurt Beck begrüßt eine Fusion der Länder

Der frühere rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) macht sich für eine Neuordnung der Länder stark. „Ich glaube, dass man darüber reden kann“, sagte der Vorsitzende der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung in Deutschlandradio. „Aber es muss darum gehen, dass diejenigen dann miteinander fusionieren, wo es auch innerlich von der Mentalität der Menschen zusammengeht.“ Als Beispiele nannte Beck einen Nordstaat mit Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Die Überlegungen gelten auch für Rheinland-Pfalz und Saarland.

Hauchdünne Mehrheit für Union und FDP

Vier Wochen vor der Bundestagswahl hat Schwarz-Gelb nach dem neuen ZDF-„Politbarometer“ eine hauchdünne rechnerische Mehrheit. Die Regierungskoalition aus CDU/CSU und FDP kommt nach der Erhebung der Forschungsgruppe Wahlen auf 47 Prozent, die Opposition aus SPD, Grünen und Linkspartei zusammen auf 46 Prozent. Diese Mehrheit sei schon wegen der statistischen Fehlerbereiche von Umfragen alles andere als sicher. Die CDU/CSU liegt bei 41 Prozent, die FDP legt einen Punkt auf 6 Prozent zu. Unverändert liegt die SPD bei 25 und die Linke bei 8 Prozent. Keine Veränderung gibt es auch bei den Grünen mit 13 Prozent.