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Geflohen: Nordkoreaner gelingt Flucht übers Meer nach Südkorea ++ Gewählt: Polens Ministerpräsident Tusk als Parteichef bestätigt ++ Bestraft: US-Soldat Bales für Massaker in Afghanistan verurteilt ++ Abgeschoben: Nigeria weist 22.000 illegale Einwanderer ab

Nordkoreaner gelingt Flucht übers Meer nach Südkorea

Einem Nordkoreaner ist offenbar die gefährliche Flucht übers Meer ins Nachbarland geglückt. Der Mann habe in der Nacht zum Freitag an einem Haus auf der südkoreanischen Insel Gyodong geklopft, sagte ein Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums. Der Fremde habe sich als nordkoreanischer Flüchtling bezeichnet. Er sei in Gewahrsam genommen worden und werde befragt. Zunächst sei unklar gewesen, wie er die Passage über das Meer geschafft habe.

Polens Ministerpräsident Tusk als Parteichef bestätigt

Die Mitglieder der polnischen Regierungspartei Bürgerplattform haben Ministerpräsident Donald Tusk als Parteichef bestätigt. Tusk erhielt bei der Urwahl am Freitag 80 Prozent der Stimmen. Auf seinen Herausforderer Jaroslaw Gowin entfielen 20 Prozent. Beobachtern zufolge spiegelt das Ergebnis in etwa die Stärke der parteiinternen Opposition gegen Tusk. Der Ministerpräsident und sein Kabinett haben in den vergangenen Monaten mehrere unpopuläre Entscheidungen getroffen.

US-Soldat Bales für Massaker in Afghanistan verurteilt

Wegen der Ermordung von 16 afghanischen Zivilisten ist ein US-Unteroffizier zu lebenslanger Haft ohne Bewährung verurteilt worden. Ein Militärgericht in der Nähe von Seattle legte am Freitag das Strafmaß für den Feldwebel Robert Bales fest. Bales hatte im Juni seine Schuld eingeräumt, um der Todesstrafe zu entgehen. Das Blutbad vom März 2012 gilt als eines der schlimmsten Kriegsverbrechen im Afghanistan-Konflikt.

Nigeria weist 22.000 illegale Einwanderer ab

Nigeria hat vor dem Hintergrund eines islamistischen Aufstandes im Nordosten des Landes 22.000 illegale Einwanderer in Nachbarländer abgeschoben. Unter den Immigranten seien „Kriminelle“ gewesen, die den islamischen Extremisten Vorschub geleistet hätten, sagte Innenminister Abba Moro. Die Einwanderer wurden den Angaben zufolge seit Verhängung des Notstandes vor drei Monaten in drei nordöstlichen Provinzen abgeschoben, und zwar in den Tschad sowie nach Niger und Kamerun.