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In Kürze II

Italien: Fall Berlusconi: Regierung vor Zerreißprobe ++ Slowakei: AKW-Bau Mochovce geht trotz Gerichtsurteils weiter ++ Pakistan: Taliban wollen Stimmabgabe verhindern ++ Ukraine: Deutsch als Sprache populär bei Schülern

Fall Berlusconi: Regierung vor Zerreißprobe

Der mögliche Ausschluss des rechtskräftig verurteilten Silvio Berlusconi aus dem Senat stellt Italiens Regierung vor eine Zerreißprobe. Berlusconi, 76, warnte am Donnerstag, seine Minister könnten die Regierungskoalition verlassen, sollte der Senat ihn per Votum zwingen, sein Mandat niederzulegen. „Man wird sagen, dass es meine Schuld ist, wenn die Minister meiner Partei abzutreten erwägen, weil deren von Millionen Italienern gewählter Führer juristisch massakriert wird“, sagte der ehemalige Ministerpräsident.

AKW-Bau Mochovce geht trotz Gerichtsurteils weiter

Der Ausbau des slowakischen Atomkraftwerks Mochovce geht ungeachtet eines Urteils des Obersten Gerichtshofes des Landes weiter. Das Gericht habe nicht ausdrücklich einen Baustopp verfügt, sagte Jana Burdova, die Sprecherin des Kraftwerksbetreibers Slovenske elektrárne (SE). Der Leiter der Rechtsabteilung der staatlichen Atomaufsichtsbehörde UJD, Martin Pospisil, bestätigte, dass die Behörde eine Verfügung erlassen habe, wonach ein Baustopp ausgeschlossen sei.

Taliban wollen Stimmabgabe verhindern

Drohungen radikal-islamischer Taliban haben Nachwahlen für das Parlament und Provinzvertretungen in Pakistan überschattet. Im Nordwesten des Landes forderten die Extremisten die Wähler auf, sich nicht an der Abstimmung zu beteiligen. „Männer werden getötet, Frauen werden entführt“, hieß es in einem in der Provinz Khyber-Pakthunkhwa verbreiteten Pamphlet. In Pakistan haben Nachwahlen für 40 Sitze im Parlament sowie Abgeordnete in mehreren Provinzen begonnen.

Deutsch als Sprache populär bei Schülern

Rund 20 Jahre nach dem Ende der UdSSR ist Deutsch als zweite Fremdsprache in ukrainischen Schulen insgesamt beliebter als Russisch. Landesweit fingen in der früheren Sowjetrepublik 52 Prozent der Fünftklässler mit Deutsch als zweiter Fremdsprache an, nur 23 Prozent mit Russisch. Zwar gibt es im überwiegend russischsprachigen Osten der Ukraine einige Schulen mit Russisch – statt Ukrainisch – als Unterrichtssprache. Sie machen dem Bildungsministerium zufolge aber nur 14 Prozent aller Schulklassen landesweit aus.