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Deutsche Bank: Bafin ermittelt wegen zu laxer Kontrollen ++ General Motors: Umfangreicher Rückruf wegen Bremsproblemen ++ IG Metall: Gewerkschaftschef will Aufsichtsratsposten behalten ++ Banken: Vergleichsportal für Gebühren gefordert ++ Währungen: Deutschland erkennt Bitcoin als Zahlungsmittel an

Bafin ermittelt wegen zu laxer Kontrollen

Die deutsche Finanzaufsicht Bafin ermittelt gegen die Deutsche Bank wegen angeblich zu laxer Kontrollen bei der Geldwäsche. Um die Systeme des größten deutschen Bankhauses zu überprüfen, hat die Behörde eine Ermittlertruppe des Wirtschaftsprüfers EY (früher Ernst & Young) beauftragt, wie die Berliner Morgenpost erfuhr. Die Bafin wirft der Bank vor, sie habe in mehreren Fällen verdächtige Transaktionen zu spät an die Polizei gemeldet, weil möglicherweise das interne Alarmsystem nicht richtig eingestellt sei. Bafin und Deutsche Bank wollten sich nicht äußern.

Umfangreicher Rückruf wegen Bremsproblemen

Die Opel-Mutter General Motors (GM) ruft 292.879 Autos in die Werkstätten zurück. Grund seien mögliche Bremsprobleme, meldete der größte US-Autobauer. Betroffen sei das Pkw-Modell Cruze der Tochter Chevrolet der Baujahre 2011 und 2012. GM seien 27 Unfälle wegen des Defekts bekannt, die bei niedrigen Geschwindigkeiten passierten. Dabei habe es aber keine Verletzten gegeben.

Gewerkschaftschef will Aufsichtsratsposten behalten

Berthold Huber, Chef der IG Metall, will nach Informationen der Berliner Morgenpost auch in den Aufsichtsräten von Siemens und Volkswagen bleiben, wenn sein Vize Detlef Wetzel (60) die Führung der Gewerkschaft am 25. November übernimmt. Der 63-jährige Huber ist bei beiden Konzernen Vize-Aufsichtsratschef. Bis ins Frühjahr 2017 bliebe er ein Machtfaktor bei Europas größtem Autobauer, bis Januar 2018 bei Siemens. Eigentlich könnte Huber auch jeweils zurücktreten und Platz für einen Nachrücker machen – Wetzel zum Beispiel.

Vergleichsportal für Gebühren gefordert

Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) fordert ein nationales Vergleichsportal für alle Gebühren aller Banken. Es werde Zeit, dass sich „auch die Bankenbranche konsequent dem Wettbewerb“ stelle, sagte Aigner der „Süddeutschen Zeitung“. Die Verbraucher hätten Anspruch auf „volle Transparenz“. An einem entsprechenden Gesetzesvorschlag arbeitet sie offenbar nicht.

Deutschland erkennt Bitcoin als Zahlungsmittel an

Deutschland hat die Digital-Währung Bitcoin offenbar in wesentlichen Punkten anerkannt. Die virtuellen Münzen seien rechtlich und steuerlich gebilligt und als „Rechnungseinheiten“ akzeptiert, berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ unter Berufung auf eine Anfrage des FDP-Bundestagsabgeordneten Frank Schäffler und die Antwort des Bundesfinanzministeriums. Das Internet-Geld wird nicht von einem Staat oder einer Zentralbank kontrolliert, sondern von Internetnutzern in komplizierten Rechenoperationen „geschürft“. Die Menge ist auf 21 Millionen Einheiten begrenzt. Der Kurs ergibt sich aus Angebot und Nachfrage in Tauschbörsen – derzeit 110 Dollar (82 Euro).