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In Kürze II

Kongo: UN-Truppe befreit 82 Kindersoldaten ++ USA: Richterin hält Manning für „akut gefährlich“ ++ Golanhöhen: Israel greift syrische Militärposition an

UN-Truppe befreit 82 Kindersoldaten

Die UN-Friedenstruppe im krisengeschüttelten Kongo hat seit dem vergangenen Wochenende 82 Kinder aus den Händen von bewaffneten Milizen befreit. Einige von ihnen waren erst acht Jahre alt und wurden von der Rebellengruppe „Mai Mai Bakata Katanga“ als Kindersoldaten missbraucht. Unter den Befreiten sind nach UN-Angaben auch 13Mädchen. Die Kinder seien alle in den vergangenen sechs Monaten als Kämpfer rekrutiert worden sein, teilte die UN-Friedenstruppe Monusco mit. Die Rekrutierung von Kindersoldaten – besonders wenn sie unter 15 Jahre alt sind – müsse als Kriegsverbrechen betrachtet werden, sagte Monusco-Chef Martin Kobler.

Richterin hält Manning für „akut gefährlich“

Die Enthüllungen des verurteilten Wikileaks-Informanten Bradley Manning waren „rücksichtslos“ und „akut gefährlich für andere“. Das erklärte Richterin Oberst Denise Lind in einem Dokument, in dem sie erläutert, warum sie Manning in 20 Anklagepunkten schuldig gesprochen hat. Sie veröffentlichte ihre Erläuterungen zum Ende der Beratungen über das Strafmaß für Manning. Am Dienstag könnte schon das Strafmaß folgen, wie Lind sagte. Dem 25-jährigen US-Soldaten drohen bis zu 90 Jahre Haft, weil er rund 700.000 vertrauliche Dokumente an die Enthüllungsplattform Wikileaks weitergegeben hatte.

Israel greift syrische Militärposition an

Die israelischen Streitkräfte haben am Sonnabend nach Angaben des Armeerundfunks eine syrische Militärposition zerstört, nachdem Granaten aus Syrien auf dem von Israel besetzten Teil der Golanhöhen eingeschlagen waren. Die Streitkräfte hätten die Abschussstelle der syrischen Granaten „angegriffen und getroffen“, sagte ein Militärsprecher. Zuvor seien drei Granaten aus Syrien eingeschlagen. Über Tote oder Verletzte gab es zunächst keine Angaben. Nach dem Granatbeschuss habe Israel auch Beschwerde bei den UN-Truppen eingereicht, die die Waffenstillstandslinie zwischen den beiden verfeindeten Staaten überwachen, sagte der Sprecher.