Meldungen

In Kürze II

Türkei: Bombenverdacht bei Flügen von Turkish Airlines ++ China: Hingerichtete dienen nicht mehr als Organspender ++ Libanon: Viele Tote bei Anschlag in Hauptstadt Beirut ++ Schweden: Obama trifft Regierungschefs der nordischen Länder

Bombenverdacht bei Flügen von Turkish Airlines

Nach Bombenwarnungen haben Experten der türkischen Polizei am Istanbuler Atatürk-Flughafen fünf Maschinen durchsucht, die nach Deutschland fliegen sollten. Der Hinweis mit Bezug auf Deutschland-Flüge der halbstaatlichen Fluggesellschaft Turkish Airlines (THY) sei am Mittwochabend bei der Polizei eingegangen, meldeten türkische Medien. Darauf wurden fünf THY-Maschinen durchsucht, die innerhalb von 40 Minuten nach Berlin, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart starten sollten. Unter den betroffenen Fluggästen war auch die türkischstämmige Berliner Senatorin Dilek Kolat. Nach einer vierstündigen Durchsuchung gaben die Fachleute Entwarnung.

Hingerichtete dienen nicht mehr als Organspender

In China sollen die Organe hingerichteter Gefangener nicht mehr für Transplantationen genutzt werden. Von November an werde das Gesundheitsministerium darauf dringen, dass nur noch die Körperteile von freiwilligen Organspendern verpflanzt würden, teilte der Leiter der Transplantationsbehörde im Ministerium mit. Bis Ende des vorigen Jahres stammten 64 Prozent der in China verpflanzten Organe von exekutierten Gefangenen. Laut einer Übersicht des Ministeriums sind es derzeit weniger als 54 Prozent. Die Regierung bestreitet Vorwürfe, den Hingerichteten würden Organe oftmals ohne deren Zustimmung und ohne Information ihrer Angehörigen entnommen.

Viele Tote bei Anschlag in Hauptstadt Beirut

Bei einem Bombenanschlag in einem Vorort der libanesischen Hauptstadt Beirut sind am Donnerstag nach Angaben des Roten Kreuzes mindestens 17Menschen getötet und 120 weitere verletzt worden. Unter den Trümmern von Häusern lägen noch Menschen, sagte der Chef des libanesischen Roten Kreuzes, George Kattaneh. Die Zahl der Toten könne noch steigen. Die Nachrichtenagentur LNNA berichtete von 212 Verletzten. Rund 100 Autos und mehrere Gebäude wurden beschädigt. Augenzeugen sahen Flammen und eine große schwarze Rauchwolke, die über dem Viertel aufstieg. Innenminister Marwan Charbel sprach von einer Autobombe.

Obama trifft Regierungschefs der nordischen Länder

Zum Besuch des amerikanischen Präsidenten Barack Obama in Stockholm kommen auch die Chefs anderer nordischer Länder. Die Büros des norwegischen Ministerpräsidenten Jens Stoltenberg, der dänischen Ministerpräsidentin Helle Thorning-Schmidt, des isländischen Ministerpräsidenten Sigmundur Davíð Gunnlaugsson und des finnischen Präsidenten Sauli Niinistö bestätigten, dass die jeweiligen Politiker Obama treffen werden. Geplant sei ein gemeinsames Abendessen am 4. September, zu dem der schwedische Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt eingeladen hatte. Es soll über die nordisch-amerikanische Zusammenarbeit gesprochen werden.