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In Kürze II

Islamisten: Razzia wegen Verbreitung salafistischer Hetzschriften ++ Sparzwang: China verbietet teure Regierungsgalas ++ USA: Mutmaßliche Attentat-Helfer plädieren auf nicht schuldig ++ Afghanistan: Taliban entführen Parlamentsabgeordnete

Razzia wegen Verbreitung salafistischer Hetzschriften

Mit einer Razzia in mehreren Bundesländern ist die Polizei gegen die illegale Verbreitung radikal-islamistischer Schriften vorgegangen. Insgesamt durchsuchten die Ermittler am Mittwoch 21 Wohnungen und Geschäftsräume, wie das Landeskriminalamt (LKA) Baden-Württemberg mitteilte. Dabei stellten sie zahlreiche Computer, Geschäftsunterlagen und indizierte Schriften sicher. Der Schwerpunkt lag in Nordrhein-Westfalen, wo die Ermittler neun Objekte im Blick hatten. Durchsuchungen gab es auch in Hessen, Thüringen, Baden-Württemberg und Berlin.

China verbietet teure Regierungsgalas

Im Zuge ihrer Sparsamkeitskampagne untersagt Chinas Führung jetzt auch verschwenderische Regierungsfeste. „Besonders Galas aus öffentlichen Geldern mit gewaltigen Szenen und extravagante Produktionen haben das Image der Partei und der Regierung beschädigt“, schrieben mehrere Ministerien. Es dürften keine Regierungsgelder mehr für teure Entertainer oder kommerzielle Feiern ausgegeben werden. Die Organisatoren von Luxuspartys würden hart bestraft.

Mutmaßliche Attentat-Helfer plädieren auf nicht schuldig

Die beiden kasachischen Studenten, die im Zusammenhang mit dem Anschlag auf den Boston-Marathon wegen Behinderung der US-Justiz angeklagt wurden, haben auf nicht schuldig plädiert. Dias K. und Azamat T. wiesen die Anschuldigungen zurück. Die beiden Angeklagten, die derzeit in Einzelhaft sitzen, sind Freunde des mutmaßlichen Boston-Attentäters Dzhokhar Tsarnaev. Sie sollen nach dem Anschlag vom 15. April per SMS hin unter anderem einen Laptop und einen Rucksack mit entleerten Feuerwerkskörpern aus dessen Wohnheimzimmer entfernt haben.

Taliban entführen Parlamentsabgeordnete

In Afghanistan ist erstmals eine Parlamentarierin von den aufständischen Taliban entführt worden. Wie afghanische Medien am Mittwoch berichteten, wurde die Abgeordnete Fariba Ahmadi Kakar bereits am 10. August mit ihrem Fahrer und ihren drei Kindern in der östlichen Provinz Ghazni verschleppt. Am Mittwoch sei es Sicherheitskräften zwar gelungen, die Kinder und den Fahrer zu befreien. Doch von Kakar fehle jede Spur, weil sie offenbar getrennt von den anderen Geiseln versteckt worden sei.