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Freilassungen und Raketen

Zwei-Staaten-Lösung In den Friedensverhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern soll es von Mittwoch an konkret werden. Unter der Leitung der israelischen Justizministerin Tzipi Livni und des palästinensischen Chefunterhändlers Saeb Erekat soll zunächst in Jerusalem und später in Jericho über eine Zwei-Staaten-Lösung verhandelt werden. Als Geste des guten Willens stimmte Israel der Freilassung von 104 palästinensischen Gefangenen zu, gab gleichzeitig jedoch grünes Licht für den Bau von 3100Wohnungen für jüdische Siedler. Das dürfte die Gespräche belasten, denn die neuen Häuser entstehen auf dem Land, das die Palästinenser für ihren Staat beanspruchen.

Angriff auf Eilat Unterdessen hat Israel nach eigenen Angaben nahe der Grenze zu Ägypten eine Rakete abgefangen, die auf den Badeort Eilat am Roten Meer abgefeuert worden war. Verletzte habe es nicht gegeben, erklärte die israelische Armee. Die auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel beheimatete Miliz Ansar Jerusalem bekannte sich in einer E-Mail zum Abschuss der Rakete. Die wenig bekannte Gruppe, die ideologisch dem radikal-islamischen Terrornetzwerk al-Qaida nahesteht, erklärte in einer E-Mail, vier ihrer Kämpfer seien vergangene Woche bei einem Luftangriff, für den Israel die Schuld trage, auf dem Sinai getötet worden. Israel äußerte sich nicht zur Herkunft der Rakete.