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Anklage Wegen Bestechlichkeit: Ex-Wulff-Sprecher weist Vorwürfe zurück ++ SPD: Konvent oder Mitgliederbefragung? ++ Entscheidung über Bruder: Volker Kauder traurig über drohenden Ausschluss

Ex-Wulff-Sprecher weist Vorwürfe zurück

Der ehemalige Sprecher von Ex-Bundespräsident Christian Wulff, Olaf Glaeseker, hat den Vorwurf der Bestechlichkeit zurückgewiesen. In einem 69-seitigen Schreiben seiner Anwälte widerspricht Glaeseker auch Darstellungen seines früheren Chefs Wulff. Die Staatsanwaltschaft Hannover hatte Glaeseker im März zusammen mit Partymanager Manfred Schmidt angeklagt. Sie hält es für erwiesen, dass Glaeseker dem Manager bei der Suche nach Sponsoren für die Promi-Party Nord-Süd-Dialog half und Schmidt ihn im Gegenzug zu Urlauben in seine Häuser nach Frankreich und Spanien einlud.

Konvent oder Mitgliederbefragung?

Die SPD will unmittelbar nach der Bundestagswahl am 22. September auf jeden Fall einen Kleinen Parteitag darüber entscheiden lassen, ob und mit welchen Parteien eine Koalition sondiert wird. Der Vorstand habe für den 24. September einen Parteikonvent angesetzt, bestätigte am Sonntag ein SPD-Sprecher. Der „Spiegel“ berichtete, Parteichef Sigmar Gabriel könne sich im Fall eines unklaren Ergebnisses allerdings sogar vorstellen, die Mitglieder zum weiteren Vorgehen zu befragen. Insbesondere eine große Koalition mit der Union solle nur nach einem vorherigen Mitgliederentscheid eingegangen werden.

Volker Kauder traurig über drohenden Ausschluss

Unions-Fraktionschef Volker Kauder (CDU) ist betrübt über den drohenden Parteiausschluss seines Bruders Siegfried. „Der Fall hat eine Entwicklung genommen, die mich sehr traurig macht“, sagte er der „Bild“-Zeitung (Montag). Die CDU will Siegfried Kauder aus der Partei ausschließen, weil er bei der Bundestagswahl als Einzelbewerber gegen den offiziellen CDU-Kandidaten antritt. Volker Kauder selbst hatte daraufhin den Ausschluss seines Bruders aus der CDU gefordert. Siegfried Kauder sitzt seit 2002 im Bundestag.