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Gelangweiltes Kind

Unverblümt Bei seiner Pressekonferenz zu Russland bemühte sich Barack Obama, das gute Verhältnis der beiden Länder zu betonen – ließ jedoch durchblicken, dass es mit der Harmonie doch nicht so weit her ist. So verglich Obama den russischen Präsidenten Wladimir Putin mit einem gelangweilten Kind: „Ich habe persönlich kein schlechtes Verhältnis zu Putin. Unsere Gespräche sind offen und unverblümt, oft sind sie konstruktiv. Ich weiß, dass die Presse sich gern auf die Körpersprache konzentriert – und er hat diese lässige Haltung, wie das gelangweilte Kind ganz hinten im Klassenzimmer.“ Obama sagte, seit Putins Amtsantritt hätten US-feindliche Ressentiments zugenommen.

Versöhnlich Nahezu zeitgleich mit Obama bemühte sich der russische Außenminister Sergej Lawrow um versöhnliche Töne. „Es ist klar, dass kein Kalter Krieg zu erwarten ist“, sagte Putins Chefdiplomat in Washington, wo sich die Außen- und Verteidigungsminister beider Länder trafen. Obama hatte dem Kreml in einer US-Fernsehtalkshow kürzlich eine gelegentliche „Denkweise und Mentalität des Kalten Krieges“ attestiert.