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In Kürze II

Indien: Atomreaktor auf U-Boot in Betrieb genommen ++ Terrorwarnung: USA öffnen 18 Botschaften in islamischen Ländern ++ Ägypten: Polizei will Islamisten in Protestlager aushungern ++ Italien: Flüchtlinge sterben vor der Küste Siziliens

Atomreaktor auf U-Boot in Betrieb genommen

Indien hat den Reaktor an Bord seines ersten im eigenen Land entworfenen und gebauten Atom-U-Boots in Betrieb genommen. Innerhalb der kommenden zwei Jahre soll das U-Boot mit seinen Einsätzen beginnen. Das indische U-Boot ist das erste Raketen-U-Boot, das außerhalb der fünf Atommächte – den USA, Frankreich, Russland, Großbritannien und China – gebaut wurde. Indien hatte im vergangenen Jahr für seine Marine ein russisches Atom-U-Boot auf Basis eines Zehn-Jahres-Vertrags erworben. Die Gesamtkosten dafür belaufen sich auf eine Milliarde Dollar.

USA öffnen 18 Botschaften in islamischen Ländern

Leichte Entspannung nach der Terrorwarnung aus der Vorwoche: Die USA werden 18 von 19 aus Sicherheitsgründen geschlossenen diplomatischen Vertretungen an diesem Sonntag wieder öffnen. Lediglich die US-Botschaft in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa hält die Pforten weiterhin geschlossen, und das gilt auch für die Vertretungen Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens. Das US-Konsulat im pakistanischen Lahore bleibt vorerst auch zu.

Polizei will Islamisten in Protestlager aushungern

Die ägyptischen Sicherheitskräfte wollen den Dauerprotest von Islamisten in Kairo ohne Blutvergießen beenden. Das berichtete die arabische Zeitung „al-Sharq al-Awsat“. So soll zunächst der Zugang zu einem Protestlager blockiert werden. Anschließend werde die Polizei das Lager der Anhänger des entmachteten Präsidenten Mohammed Mursi mit Tränengas und Wasserwerfern angreifen. Außerdem wolle man den Protestierenden das Wasser abdrehen und dafür sorgen, dass keine Lebensmittel mehr in die Zeltstadt gelangen.

Flüchtlinge sterben vor der Küste Siziliens

Erneut haben Migranten die gefährliche Überfahrt von Afrika nach Italien nicht überlebt. Sechs Flüchtlinge waren bereits tot, als ihr Boot am Sonnabend einen Strand im ostsizilianischen Catania erreichte. Die Männer waren zusammen mit etwa 120 anderen Migranten an Bord eines Fischerbootes. Die Überlebenden, darunter Frauen und Kleinkinder, hatten das Boot im Morgengrauen vor der Küste verlassen und vergeblich versucht, an Land zu fliehen, teilte die Polizei mit.