Porträt

Ole Schröder

Der Mann an ihrer Seite

Sie trafen sich vor elf Jahren im Innenausschuss, beide Neulinge in Berlin, beide CDU, beide ambitioniert. Würde Kristina Schröder, geborene Köhler, nicht seit 2009 das Amt der Bundesfamilienministerin ausüben, hätte man in dieser Legislaturperiode wohl weitaus öfter von ihrem Ehemann gehört. Aber der 41-jährige Ole Schröder steht im Schatten seiner sechs Jahre jüngeren Ehefrau, und er hat nichts dagegen. Seine große Zeit kann noch kommen, denn der stets adrett und überaus höflich auftretende Rechtsanwalt gehört zur stillen Machtreserve der Union.

Als parlamentarischer Staatssekretär im Bundesinnenministerium hat sich der Pinneberger Abgeordnete die derzeit größtmögliche Machtposition gegriffen, die einem Vertreter der kleinen schleswig-holsteinischen CDU-Landesgruppe parteiintern zugebilligt wird. Er bewundert Gerhard Stoltenberg, den letzten Bundesminister aus der Nord-CDU. Und in Schröders Umfeld heißt es, Oles Ehrgeiz sei längst nicht gestillt. Profilieren will er sich aber allein über Inhalte. Details zum Familienleben mit Tochter Lotte geben weder er noch seine Frau preis. Homestorys sind tabu. Er käme auch nicht auf die Idee, auszubreiten, wie sich die Schröders zwischen Berlin und den Wahlkreisen Pinneberg und Wiesbaden organisieren. In die erste Reihe will es Ole Schröder aus eigener Kraft schaffen. Rein politisch.