Kirche

Polizei in Österreich ermittelt gegen radikale Priester

Die österreichische Staatspolizei hat im Rahmen von Ermittlungen gegen die Internetwebsites „gloria.tv“ und „kreuz.net“ die Wohnungen zweier katholischer Priester durchsucht.

Das berichtete am Sonnabend die „Kronen“-Zeitung. Die beiden Geistlichen aus Wien und Oberösterreich würden verdächtigt, an Artikeln mit rechtsradikalen sowie juden- und schwulenfeindlichen Inhalten beteiligt zu sein, die auf den Websites „kreuz.net“ und „gloria.tv“ veröffentlicht wurden. Die Durchsuchungen sollen bereits in der vergangenen Woche stattgefunden haben.

Das seit 2004 aktive Internetportal „kreuz.net“ war im Februar nach heftiger öffentlicher Kritik vom Netz gegangen. Im Impressum bezeichnete sich die anonyme Redaktion als „Initiative einer internationalen privaten Gruppe von Katholiken in Europa und Übersee, die hauptberuflich im kirchlichen Dienst tätig sind“. Die katholische Deutsche Bischofskonferenz hatte sich mehrfach von der Seite distanziert. Beim Bundesamt für Verfassungsschutz wurde „kreuz.net“ als grundgesetzwidrig eingestuft; die Staatsanwaltschaft ermittelte wegen Volksverhetzung.