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Johannesburg: Stadt wollte Mandela Strom und Wasser abstellen ++ Konflikt: Gibraltar und Spanien streiten über Einreisegebühr ++ Prozess: Pakistan will Ex-Präsident Musharraf anklagen ++ Großbritannien: Polizei entschuldigt sich bei Verwandten von G20-Opfer

Stadt wollte Mandela Strom und Wasser abstellen

Wegen angeblich unbezahlter Rechnungen hat die Stadt Johannesburg dem schwerkranken Nelson Mandela mit der Abstellung von Strom und Wasser in dessen Haus gedroht. Am Wochenende war eine Mahnung über 12 811 Rand (980 Euro) im Haus des südafrikanischen Nationalhelden eingetroffen. Es handele sich um ein bedauerliches Missverständnis, betonte ein Sprecher der Stadt vom Montag. Die Mahnung sei an jemanden Anderen in der Nachbarschaft Mandelas gerichtet gewesen.

Gibraltar und Spanien streiten über Einreisegebühr

Die jüngsten Spannungen zwischen Spanien und dem zu Großbritannien gehörenden Gibraltar haben sich zugespitzt. Der Regierungschef Gibraltars, Fabian Picardo, kritisierte am Montag die spanischen Pläne, mit einer Einreisegebühr auf ein von Gibraltar angelegtes künstliches Riff zu reagieren. Er warf der Regierung in Madrid Drohgebärden im Stile Nordkoreas und „Säbelrasseln“ vor. Er deutete zudem an, dass das Riff bleibe. Dieses behindert nach Darstellung der spanischen Seite jedoch die Arbeit ihrer Fischer.

Pakistan will Ex-Präsident Musharraf anklagen

Pakistans Ex-Militärmachthaber Pervez Musharraf soll am Dienstag wegen Verschwörung zum Mord an der Oppositionsführerin Benazir Bhutto angeklagt werden. Laut Staatsanwalt Chaudhry Azhar muss Musharraf persönlich vor Gericht erscheinen und bekommt die Vorwürfe vorgelesen. Der Verteidiger kündigte an, sein unter Hausarrest stehender Mandant werde bei allen Terminen anwesend sein und auf nicht schuldig plädieren. Bhutto war am 27. Dezember 2007 bei einer Wahlkampfveranstaltung in Rawalpindi ermordet worden.

Polizei entschuldigt sich bei Verwandten von G20-Opfer

Die britische Polizei hat sich offiziell bei den Verwandten eines Mannes entschuldigt, der vor vier Jahren bei einer Demonstration anlässlich des G20-Gipfels in London ums Leben gekommen war. Wie ein Amateurvideo zeigte, war der Zeitungsverkäufer Ian Tomlinson am 1. April 2009 von einem Polizisten bei Protesten mit einem Schlagstock angegriffen und zu Boden gestoßen worden. Wenige Minuten später brach er tot zusammen. Scotland Yard entschuldigte sich für die „übermäßige und unrechtmäßige“ Gewaltanwendung.