Themenschwerpunkt

CDU setzt in Wahlkampagne auf Familien

Die CDU setzt in der ersten Phase des Bundestagswahlkampfs auf eine Mischung aus Wohlfühlbotschaften und kurzen Bekenntnissen.

CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe stellte am Montag eine Plakatserie vor, die vier Themenkomplexe zeigt – Finanzen, Wirtschaft, Familien und Wachstum. Zu Botschaften wie „Wachstum braucht Weitblick. Und einen starken Euro“ oder „Jede Familie ist anders. Und uns besonders wichtig“ sind fröhlich schauende Menschen zu sehen.

Daneben gibt es kleine Plakate mit Parolen wie „Solide Finanzen“, „Sichere Arbeit“ und „Starke Wirtschaft“. Gröhe wies den Vorwurf einer sinnentleerten Kampagne zurück und betonte, Plakate seien keine „Wandzeitungen“, sondern sollten in Kurzbotschaften die eigenen Wähler mobilisieren.

Die Bundeskanzlerin und CDU-Vorsitzende Angela Merkel ist zunächst nur auf einem Plakat zu sehen. In einer zweiten und dritten Serie werde die Partei stärker auf die Personalisierung und die Kanzlerin setzen, sagte Hermann Gröhe. Die CDU will zudem neben einer Kurzfassung des Parteiprogramms mehr als eine Million Exemplare einer Fotoserie mit Merkel und persönlichen Bemerkungen der CDU-Vorsitzenden verteilen.

Vergangene Woche hatte die SPD Plakate vorgestellt, auf denen Merkel jeweils in Kombination mit kritischen Fragen etwa zur NSA-Affäre zu sehen ist. Die Strategie, den politischen Gegner zu zeigen, ist auch in der SPD umstritten. Gröhe witzelte, die Union habe zu keinem Zeitpunkt überlegt, den SPD-Spitzenkandidaten Peer Steinbrück zu plakatieren.

Die CDU will ab kommender Woche 8200 Großplakate und rund 300.000 kleine Plakate einsetzen. Die Wahlkampfausgaben der CDU belaufen sich nach Angaben Gröhes auf rund 20 Millionen Euro.