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Einzelhandel: Discounter Lidl erhöht Mindestlohn der Mitarbeiter ++ Getränkewirtschaft: Hitzewelle sorgt für erhöhten Absatz an Mineralwasser ++ Banken: Auch zweites Quartal bringt Commerzbank keine Wende ++ Eisenbahn: Lokomotivführer streiken bei der Usedomer Bäderbahn

Discounter Lidl erhöht Mindestlohn der Mitarbeiter

Der Discounter Lidl hebt in Deutschland seinen internen Mindestlohn auf elf Euro pro Stunde an. Die neue Untergrenze gilt nach Unternehmensangaben bereits seit dem 1. August. Die Gewerkschaft Ver.di erklärte auf Anfrage, Lidls Vorgehen sei ein richtiger Schritt, weil es vor allem für Beschäftigte in niedrigen Einkommensgruppen eine Verbesserung bedeute. Zum selben Stichtag stieg auch der Mindestlohn der Friseure in Westdeutschland auf 7,50 Euro (später auf 8,50 Euro) und der Gerüstbauer auf zehn Euro. Nach einer Umfrage des ZDF Politbarometers befürworten 84 Prozent der Bundesbürger einen Mindestlohn von 8,50 Euro.

Hitzewelle sorgt für erhöhten Absatz an Mineralwasser

Die Hitze in Deutschland lässt den Absatz der Mineralwässer kräftig sprudeln. Das hat eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa unter mehreren Mineralwasserherstellern ergeben. Die Betriebe hätten im Juli ein Absatzplus von durchschnittlich zehn bis 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat erreicht, einige sogar rund 30 Prozent, sagte eine Sprecherin des Verbands Deutscher Mineralbrunnen. Der Juli 2012 sei aber ein eher schlechter Absatzmonat gewesen. Bei Rhenser kletterte der Absatz im Juli um bis zu ein Viertel, bei Fachingen rund ein Fünftel. Zugleich kristallisiert sich ein Trend nach Wasser mit weniger Sprudel heraus – und mit Fruchtaroma.

Auch zweites Quartal bringt Commerzbank keine Wende

Analysten rechnen auch für das zweite Quartal mit mageren Zahlen bei der Commerzbank. Der mit Stellenabbau und Sparkurs kämpfende Dax-Konzern legte jetzt seinen Zwischenbericht für den Zeitraum von April bis Ende Juni 2013 vor. Nach den von der Bank gesammelten Analystenschätzungen könnte Deutschlands zweitgrößte Bank unter dem Strich mit sieben Millionen Euro gerade so die Gewinnzone erreicht haben. Vor Steuern erwarten die Beobachter für das zweite Vierteljahr im Schnitt 42 Millionen Euro Gewinn. Zum Vergleich: Im ebenfalls schwierigen Vorjahr standen im zweiten Quartal vor Steuern 356 Millionen Euro Gewinn in den Büchern und unter dem Strich immerhin 275 Millionen Euro.

Lokomotivführer streiken bei der Usedomer Bäderbahn

Mitten in der Urlaubszeit hat die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) die 30 Lokomotivführer der Usedomer Bäderbahn (UBB) erneut zu einem Warnstreik aufgerufen. Zwischen 14 und 16 Uhr waren die Beschäftigten am Sonnabend aufgefordert, ihre Arbeiten niederzulegen. „Wir haben das zwei Minuten vor 14 Uhr erfahren. Das machte es sehr schwer, einen Ersatzverkehr auf die Beine zu stellen“, sagte ein Bahnsprecher. So hätten die Kollegen einen Pendelverkehr zwischen Züssow, Wolgast und Zinnowitz sowie einen in Richtung Swinemünde eingerichtet. Einen Schienenersatzverkehr gab es zwischen Stralsund und Barthmern-Rügen.