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15 Millionen Kunden

Wasserkraft Der Name des schwedischen Energiekonzerns lautet übersetzt „Wasserfall“. Und so – ganz konkret – ist er auch entstanden. Im Jahr 1899 forderte das schwedische Parlament, der Trollhättan-Wasserfall nördlich von Göteborg solle zur Stromerzeugung genutzt werden. Mit zehn Jahren Verspätung entstand die „Königliche Wasserfall-Kommission“, aus der der Konzern Vattenfall schließlich hervorging. Später kamen als Energiequellen aber auch Kohle und ab den 50er-Jahren die Kernkraft hinzu.

Expansion Nach der Liberalisierung der europäischen Stromnetze und nachdem der nationale Ausbau in Schweden an Grenzen stieß, kaufte Vattenfall Energieversorger in West- und Mitteleuropa auf. Vattenfall Europe entstand im Jahr 2002 durch die Fusion der Hamburgischen Elektrizitätswerke, der Vereinigten Elektrizitätswerke (in Ostdeutschland), und der Lausitzer Braunkohle AG. 2003 kam die Berliner Bewag hinzu. Die Vattenfall GmbH ist heute der viertgrößte Elektrizitätskonzern Deutschlands.

Strom und Wärme Der Konzern versorgt europaweit 15 Millionen Kunden mit Strom und Wärme. Der Umsatz betrug 2012 rund 167 Milliarden Schwedische Kronen (19 Milliarden Euro). 2012 geriet das Unternehmen in die roten Zahlen. Es soll nun stärker als bisher in erneuerbare Energien investieren und seinen Kohlendioxidausstoß senken. Vattenfall plante in diesem Zusammenhang die CO2-Verpressung im Untergrund beim Braunkohlekraftwerk Jänschwalde. Diese Pläne wurden nach Widerständen jedoch aufgegeben.