Liniennetz

Bund zahlt keine Zuschüsse für Aufbau des Fernbusmarktes

Beim Ausbau von Haltestationen und Ticketsystemen für Fernbusse in Deutschland kann die Branche keine Zuschüsse des Bundes erwarten.

Die Bundesregierung begrüße es, wenn die Zahl der derzeit 53 größeren Busbahnhöfe steige und diese auch im Bestand verbessert würden, antwortete das Verkehrsministerium auf eine Anfrage der SPD-Fraktion. „Allerdings sind hier in erster Linie die Betreiber der Fernbuslinien gefordert und die Kommunen, für die sich der Anschluss an das nationale Fernbusliniennetz als zunehmend wichtiger Standortfaktor erweisen dürfte.“ Vertriebsinstrumente lägen ebenfalls in der Initiative der Unternehmen, heißt es in der Regierungsantwort, über die zuerst die „Wirtschaftswoche“ berichtete.

Die Branche dringt auf Investitionen in Ausbau und Modernisierung von Busbahnhöfen vor allem in manchen größeren Städten. Der Markt für nationale Fernbuslinien ist nach jahrzehntelangen Beschränkungen zum Schutz der Bahn seit 1. Januar weitgehend freigegeben. Beantragt werden müssen Linien aber noch immer. Nach Verbandsschätzungen gibt es etwa 160 Fernbuslinien. Berlin will in die Modernisierung und die Erweiterung des Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB) in Charlottenburg 3,2 Millionen Euro investieren. Schon in diesem Jahr soll mit der Planung der Arbeiten begonnen werden.