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In Kürze

Infektionen: Sars und Mers ähneln sich, doch Mers ist gefährlicher ++ Darmkrebs: Vorsorgeuntersuchung: Nutzen ist nicht erwiesen ++ Biologie: Nur ein Gen entscheidet bei Palmen über den Ertrag ++ Meteorologie: Wolkenforschung für bessere Klimamodelle der Arktis ++ Technik: Internet Explorer 11 jetzt auch für Windows 7

Sars und Mers ähneln sich, doch Mers ist gefährlicher

Das neue Coronavirus Mers, das in den vergangenen Monaten im arabischen Raum grassierte, ist gefährlicher und führt bei einer Infektion eher zum Tod, es ist aber weniger ansteckend als die vor zehn Jahren aufgetauchte Atemwegserkrankung Sars. Das berichten saudiarabische Forscher um Siad Memisch im Fachjournal „The Lancet“. Es gebe „klinische Ähnlichkeiten“ zwischen beiden, etwa das Auftreten von Fieber und die Dauer der Inkubationszeit, so Memisch. Das Mers-Virus führe aber schneller zu einer Aussetzung der Atmung. Zudem betreffe Mers vor allem ältere Patienten mit Vorerkrankungen – 45 der 47 untersuchten Patienten wurden wegen Diabetes, Bluthochdruck, Herz- oder Nierenerkrankungen behandelt. Sars hatte dagegen vergleichsweise junge, gesunde Menschen getroffen. Weltweit sind bislang 45 Menschen durch das Virus gestorben.

Vorsorgeuntersuchung: Nutzen ist nicht erwiesen

Wer Angehörige hat, die an Darmkrebs erkrankt sind und somit ein familiäres Risiko für die Krankheit hat, dem raten Mediziner zur Früherkennungsuntersuchung. Doch deren Nutzen für unter 55-Jährige ist unklar, so das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen in Köln. Zwar sei das Erkrankungsrisiko deutlich erhöht, ob ein spezielles Screening aber einen Nutzen bringe, dazu gebe es keine aussagekräftigen Studien. Änderungen bei der Früherkennung sollten „sorgsam abgewogen“ werden, empfehlen die Experten. Denn die Tests könnten auch Schaden anrichten, wenn etwa Versicherte fälschlicherweise der Risikogruppe zugeordnet werden. Aufgrund einer Neuregelung sollen künftig Versicherten, die als gefährdet gelten, früher Früherkennunguntersuchungen angeboten werden.

Nur ein Gen entscheidet bei Palmen über den Ertrag

Die Entschlüsselung des Erbguts der Ölpalme soll die Herstellung von Palmöl erleichtern und Umweltschäden durch Plantagen verringern, verheißt eine Studie im Journal „Nature“. Hintergrund ist die genetische Unterscheidung zwischen drei Palmensorten: Eine bildet keine Früchte, eine zweite nur solche mit schwer zu verarbeitender Hülle. Zur Produktion wird die dritte Variante „Tenera“ mit weicher Hülle genutzt, deren Ölausbeute 30 Prozent höher liegt als bei ihrer hartschaligen Schwester. Die Erbanlage beeinflusst das Verhältnis von Fruchtfleisch zur Schale. Die genetische Unterscheidung bietet nun einen Vorteil: Wegen der extrem langen Reproduktionszyklen dauert es bis zu sechs Jahre, bevor sich Palmenkeimlinge einer Sorte zuordnen lassen. Diese Wartezeit wird nun verkürzt.

Wolkenforschung für bessere Klimamodelle der Arktis

Leipziger Meteorologen wollen beim Erforschen der Arktis-Wolken Daten für exaktere Klimawandel-Modelle gewinnen. „Wir untersuchen, wie die Wolken und das Eis darin entstehen“, sagte der Leiter des Leipziger Instituts für Meteorologie, Manfred Wendisch. In der Arktis sei der Klimawandel am deutlichsten sichtbar, weil es eine überdurchschnittliche Erwärmung gebe. Das liege auch an den Wolken: „Sie erwärmen die Arktis stark.“ Noch ungenügend erforscht seien auch die Eiskristalle, die sich in tiefen Wolken bilden. Die Leipziger Forscher planen im Frühjahr Wolken-Messungen an Bord von Forschungsflugzeugen und 2016 auf dem Schiff „Polarstern“. Damit sollen Klimamodelle realistischer werden, bei denen die Arktis noch unterrepräsentiert ist.

Internet Explorer 11 jetzt auch für Windows 7

Microsoft bringt seinen neuen Internet Explorer 11 jetzt auch für das Betriebssystem Windows 7 heraus. Entwickler können eine erste Version des Browsers ab sofort herunterladen, teilte Microsoft mit. Der Browser soll Seiten im Netz deutlich schneller aufbauen, indem etwa die Berechnung von Bildern auf die Grafikeinheit des Prozessors ausgelagert wird. Das spare auch Energie. Zudem unterstützt der IE11 mehrere Webstandards, mit deren Hilfe Entwickler einfacher und schneller Anwendungen bauen können. Zudem ist die Software für Geräte mit Touch-Display optimiert. Die erste Version des IE11 hatte Microsoft zum Start des ersten Updates von Windows 8.1 herausgebracht.